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Tageszeitung im Kreis Böblingen für Herrenberg und das Gäu Donnerstag, 09.09.2010  
 
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  Mauerfall 
 
 

Vor 20 Jahren fällt in Berlin die Mauer. Die politischen Ereignisse der Wendezeit bringen für die Menschen einen Umbruch mit sich, den sie sich vermutlich nie hätten vorstellen können. Die Folgen des historischen Wandels, der am 9. November mit dem Mauerfall einen Höhepunkt erreicht, lassen sich auch hier hautnah miterleben: Viele DDR-Bürger finden den Weg nach Herrenberg oder in die Umgebung. Umgekehrt zieht es Leute in den Osten. Ganz neue Ost-West-Beziehungen, die zum Teil bis heute Bestand haben, ergeben sich. Der „Gäubote“ blickt in einer Serie zurück.

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Falls Sie, liebe „Gäubote“-Leserin und lieber „Gäubote“-Leser, besondere Erinnerungen oder auch Erinnerungsstücke an diese Zeit haben, können Sie sich gerne mit der Redaktion in Verbindung setzen. Wir berichten gerne über Ihre Erlebnisse. Sie können sich per Telefon über die Rufnummer (0 70 32) 9 52 52 08 in der Redaktion melden, natürlich auch per Fax unter (0 70 32) 9 52 52 09 oder per Mail unter redaktion@gaeubote.de.



"Ich habe tief und fest geschlafen"
 
Die Nacht, in der die Mauer fiel, war eine unglaubliche Nacht, eine Freudennacht, in der die ganze Welt auf Deutschland blickte. Diesen historischen Moment vor 20 Jahren ließen Marit Beyer und Mareike Schmidts in einer szenischen Lesung in der Herrenberger Stadtbibliothek wieder aufleben. ...
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Auf alles vorbereitet, nur nicht auf Gebete
 
"Die friedliche Revolution jährt sich nun zum 20. Mal", begrüßte Dekan Klaus Homann die Gemeinde zum Mauerfall-Gedenken in der Stiftskirche, "der Kalte Krieg kam zum Ende und der Eiserne Vorhang fiel." Schon jetzt hat man Bilder vor Augen von Menschen, die auf der Berliner Mauer ...
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"Das war Weltgeschichte, das musste man anschauen"
 
Vor 20 Jahren fiel die Mauer. Viele Menschen aus der DDR gelangten damals ins Gäu. Freundschaften entstanden. Ortsansässige suchten nach Möglichkeiten, die Übersiedler zu unterstützen. Und Beziehungen in den Osten, die schon vor der Wende bestanden hatten, konnten im Zuge der Wiedervereinigung gefes ...
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Wie Karl-Otto Stetter Schultes von Glauchau wurde
 
Karl-Otto Stetter zog es nach dem Mauerfall von Jettingen aus in die ehemalige DDR: Der 54-Jährige war insgesamt 18 Jahre Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister der Stadt Glauchau in Sachsen. ...
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"Die dachten, wir leben hinterm Mond"
 
Mit dem Ende der DDR begann eine Freundschaft, die bis heute anhält. 18 Jahre lang pflegte der Hundesportverein Herrenberg eine deutsch-deutsche Partnerschaft mit dem Hundesportverein Neusiß aus Thüringen. ...
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"Ihr seid im Westen nicht vergessen"
 
Senftenberg. 60 Kilometer nördlich von Dresden. Im Süden Brandenburgs, in der Niederlausitz. Noch vor dem Mauerfall, 1987, knüpfte die katholische Kirchengemeinde Herrenberg erste Kontakte zu ihren Glaubensbrüdern im Osten. Rund 20 Jahre währten die offiziellen Beziehungen. Diese sind zwar mittlerwe ...
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Eine Brieffreundschaft führt nach Bondorf
 
Bande in den Westen, nach Bondorf, knüpfte Silvia Demand schon 1987. Literarische Bande: über eine Ost-West-Brieffreundschaft. Diese krempelte - gemeinsam mit der politischen Wende, versteht sich, - ihr ganzes Leben um. ...
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Chance für zahlreiche Schüler aus der früheren DDR
 
Während sich unter Michail Gorbatschow und den von ihm geprägten Schlagwörtern Glasnost (Transparenz) und Perestroika (Umbau) seit Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts Reformen und ein Öffnen der Sowjetunion zum Westen abzeichneten, vollzog sich parallel zu dieser Entwicklung am Herrenberger An ...
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"Tüchtige Männer" leisten Aufbauhilfe
 
Einen fast 20 Jahre alten Brief, das Gäufeldener Rathaus als Absender, hält der Bürgermeister von Marksuhl in Ehren. Er markiert für Martin Trostmann den Beginn einer "unschätzbar wertvollen" Hilfe aus Gäufelden in den thüringischen Ort, die 1990 direkt nach der Wende ansetzte. ...
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Der Trabant versprüht heute ein bisschen Ferrari-Flair
 
Er hat auch "rübergemacht": der gebürtige Ossi aus Zwickau, Jahrgang 87. Nach dem Mauerfall landete er im Westen. Sein Name, den er mit vielen anderen teilt: "Trabant - S de Luxe". ...
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Im Vorgarten weht heute die sächsische Flagge
 
Einen Bohrkern, der bei der Renovierung der Dresdner Frauenkirche entstanden ist, hat Uwe Seebold in seinem Wohnzimmerschrank in Öschelbronn liegen. Sein Neffe hat ihn für ihn besorgt. ...
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Auf der Suche nach Wohnungen und Arbeitsplätzen
 
Ein halbes Jahr lang traf sich in Gült-stein der "Helferstammtisch zur Betreuung der DDR-Flüchtlinge". Von der Ankunft der ersten Flüchtlinge im September 1989 an kamen Freiwillige im Haus "Gäublick" des Übergangswohnheims, der früheren Pockenisolierstation, zur wöchentlichen Run ...
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Ex-Volkspolizisten umgeschult
 
Nach dem Fall der Mauer strömten zahlreiche Menschen in den Westen. Doch blieb dies keine Einbahnstraße: Um Aufbauhilfe zu leisten, führte der Weg beruflich viele Westdeutsche in Richtung Osten. ...
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Den Wechsel in der Wendezeit nie bereut
 
Er stammt aus einer Familie von Müllern - auch wenn sein Name ein ganz anderes Berufsfeld nahelegt: Ingolf Schäfer, Müller in der fünften Generation. Nach dem Fall der Berliner Mauer, trat der Müllermeister zum 1. Januar 1990 seinen neuen Arbeitsplatz im Westen Deutschlands an. ...
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Als die Trabis bis nach Herrenberg rollten
 
Wende und Mauerfall vor zwei Jahrzehnten leiteten eine politische Entwicklung ein, die den morgigen Feiertag, den Tag der Deutschen Einheit, überhaupt erst möglich machten. In einer Serie erinnert der "Gäubote" an diese historische Zeit, die in der Wiedervereinigung mündete. ...
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