800 Bäume zum Herrenberger Stadtjubiläum
Herrenberg: Land unterstützt Pflanzaktion anlässlich der 800-Jahr-Feier mit über 100000 Euro. Interessenten können sich bis Ende August bewerben.
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Prägend für die Gäulandschaft: Obstbäume – hier im Streuobsterlebnisweg in Oberjesingen.GB-Foto: Stadt Herrenberg
Die Streuobstwiesen rund um Herrenberg sollen eine Zukunft haben. Dafür hat das Netzwerk Streuobsterlebnis Herrenberg gemeinsam mit der Stadt Herrenberg jetzt einen wichtigen Erfolg erzielt: Das Land Baden-Württemberg fördert Maßnahmen zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Streuobstkulturlandschaft mit insgesamt 104 000 Euro.
Mit dem Geld werden laut einer Pressemitteilung der Stadt verschiedene Projekte finanziert. Im Mittelpunkt steht das „800-Bäume-Projekt“, das anlässlich des 800-jährigen Stadtjubiläums ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, den seit Jahren anhaltenden Rückgang der Streuobstbäume zu bremsen und neue Bäume in die Landschaft zu bringen.
Streuobstwiesen prägen seit Generationen das Bild der Region. Sie sind nicht nur ein Stück Heimat, sondern zählen auch zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Tausende Tier- und Pflanzenarten finden dort Nahrung und Unterschlupf. Dennoch verschwinden Jahr für Jahr weitere Obstbäume.
Abhilfe schaffen soll nun das Jubiläumsprojekt: In den Herbstmonaten 2027 und 2028 werden nach Angaben aus dem Rathaus insgesamt 800 Jungbäume zu einem stark vergünstigten Preis von jeweils 20 Euro an Bewirtschafter von Streuobstwiesen abgegeben. Die Ausgabe übernehmen die Obst- und Gartenbauvereine.
Zur Auswahl stehen regionale und teils selten gewordene Obstsorten. Jeder Jungbaum wird als Komplettpaket mit Wühlmausschutzkorb, Anbindepfahl und Anbindegarn ausgegeben. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer Hinweise zur fachgerechten Pflanzung sowie zur Pflege und Bewirtschaftung der Bäume.
Wer am Projekt teilnehmen möchte, kann seine Baumwünsche noch bis 31. August anmelden. Die Bewerbung erfolgt online unter www.herrenberg.de/800-Bäume-Projekt. Nach Ablauf der Frist entscheidet das Netzwerk über die Verteilung der insgesamt 800 Bäume und informiert die Antragsteller über die Zuteilung.-gb-