Acht Kilometer Stau nach Unfall

Sindelfingen: Vorfall am Freitag hielt Einsatzkräfte lange in Atem.

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Acht Kilometer Stau nach Unfall

Zu einem Unfall mit vier beteiligten Fahrzeugen kam es am letzten Freitag, 19. September, gegen 13 Uhr auf der A81 zwischen den Anschlussstellen Böblingen/Sindelfingen und Böblingen-Hulb in Fahrtrichtung Stuttgart (der „Gäubote“ berichtete). Alle vier Kraftfahrzeuge befuhren zum Unfallzeitpunkt den linken Fahrstreifen, berichtet die Polizei. Aufgrund eines sich vor der Fahrzeugkolonne befindlichen Staus bremste zunächst der 28 Jahre alte Fahrer eines VW verkehrsbedingt bis zum Stillstand ab. Der mit einer Suzuki nachfolgende 51 Jahre alte Kradlenker bremste sein Motorrad hinter dem VW ebenfalls bis zum Stillstand ab. Ein wiederum dem Krad nachfolgender 72 Jahre alter Fahrer eines Fiat erkannte das Stauende ebenfalls rechtzeitig und bremste. Ein 24 Jahre alter Fahrer eines LKW erkannte die Verkehrssituation vor ihm zwar ebenfalls und leitete noch eine Vollbremsung ein. Aufgrund dessen nicht an die Verkehrsverhältnisse angepasste Geschwindigkeit prallte der LKW aber in das Heck des Fiat. Der Fiat wurde durch die Wucht des Aufpralls auf das davorstehende Krad aufgeschoben. Der Kradfahrer wurde ausgehoben und prallte gegen die Heckscheibe des VW. Die Suzuki wurde zwischen Fiat und VW eingequetscht. Der 28-jährige Fahrer des VW sowie eine 55-jährige Mitfahrerin im Fond blieben unverletzt. Sowohl dessen 27-jährige Beifahrerin als auch ein im Fond sitzendes Kind im Alter von elf Monaten wurden beide leicht verletzt. Der 51 Jahre alte Kradlenker zog sich schwere Verletzungen zu. Der 72 Jahre alte Fahrer des Fiat wurde leicht verletzt. Dessen 67 Jahre alte Beifahrerin zog sich schwere Verletzungen zu.

Fünf Verletzte kamen in Krankenhäuser

Sowohl der 24 Jahre alte Fahrer des Lastwagens sowie dessen 26 Jahre alter Beifahrer blieben beide unverletzt. Alle fünf Verletzten wurden nach deren Erstversorgung durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Insgesamt befanden sich über 70 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Autobahnmeisterei im Einsatz. Es befand sich auch ein Rettungshubschrauber an der Einsatzstelle. Der Sachschaden beläuft sich nach einer ersten Schätzung auf 39000 Euro. Die Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Aufgrund der größeren Anzahl der am Verkehrsunfall beteiligten Personen musste die A 81 zur Rettung der Insassen in beiden Richtungen voll gesperrt werden. An der Anschlussstelle Böblingen-Hulb wurde eine Ausleitung in Fahrtrichtung Stuttgart eingerichtet. An der Anschlussstelle Böblingen-Sindelfingen wurde eine Ausleitung in Fahrtrichtung Singen eingerichtet. Die entsprechenden Auffahrten wurden gesperrt. Die Richtungsfahrbahn Singen konnte nach zwei Stunden für den Verkehr freigeben werden. Die Richtungsfahrbahn Stuttgart konnte nach Abschluss der Unfallaufnahme und Reinigung der Unfallstelle durch die Autobahnmeisterei gegen 1730 Uhr vollständig wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Die Anfahrt zur Unfallstelle gestaltete sich aufgrund der beengten räumlichen Verhältnisse im Baustellenbereich schwierig. Die Rettungsfahrzeuge mussten teilweise über die Gegenfahrbahn zur Unfallstelle geführt werden und standen folglich dort bis zum Abtransport. Die Abschleppfahrzeuge wurden mit Polizeibegleitung entgegen der Fahrtrichtung der Unfallstelle zugeführt. In der Spitze kam es in Fahrtrichtung Stuttgart zu einem Stau von acht Kilometern und in Fahrtrichtung Singen von sieben Kilometern. Zudem ereigneten sich zwei Folgeunfälle im besagten Stau.

Die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg hat die Ermittlungen zum Unfall aufgenommen. pb/GB-Foto: SDMG/ Dettenmeyer

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Erstellt:
21.09.2025, 12:30 Uhr