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Ammertal-Club setzt konsequent auf die Jugend

Der TV Gültstein setzt auf Kontinuität. Das Spielertrainer-Trainer-Duo Holger Schulz und Thomas Wohlbold geht beim B-IV-Ligisten im Spieljahr 2019/20 in seine dritte Saison.

Thomas Wohlbold (links, im Spiel gegen Deckenpfronn II) und Holger Schulz haben das TVG-Team weiterentwickelt GB-Fotos (Archiv): Holom/Schmidt

Thomas Wohlbold (links, im Spiel gegen Deckenpfronn II) und Holger Schulz haben das TVG-Team weiterentwickelt GB-Fotos (Archiv): Holom/Schmidt

„Nicht nur der bisher positive Verlauf der Saison und die tolle Entwicklung der Mannschaft hat uns zu diesem Schritt bewogen. Auch menschlich passen Holger und Thomas sehr gut in den Verein und engagieren sich auch außerhalb des Platzes vorbildlich in der Vereinsarbeit“, hebt TVG-Abteilungsleiter Steffen Reutter auf die bislang gute Zusammenarbeit mit dem Duo in den vergangenen anderthalb Jahren ab. Eine Konstellation, die sich übrigens Reutter selbst überlegt hat, weil er die Charaktere beider Trainer gut kennt. „Und das passt immer noch“, meint Holger Schulz, „ich mit meinen 46 Jahren und Thomas als ‚Junger‘, der mit 30 auch ein offenes Ohr für die Jungs hat, wenn sie mal nicht mit dem ‚alten Trainer‘ sprechen wollen.“ Eigentlich, so räumen auf Anfrage des „Gäubote“ sowohl Reutter als auch Schulz ein, war bei den jüngsten Gesprächen mit den im nächsten Jahr aus der A-Jugend ins Aktivenlager wechselnden Nachwuchsspielern die Trainerfrage zunächst kein Thema. Steffen Reutter: „Aber Thomas und Holger interessieren sich für sehr viel, was im Verein geht und waren von daher bei den Gesprächen miteingebunden.“ Nachdem man mit dem Nachwuchs die Zukunftsfrage erörtert hatte, wurde zu dritt noch die Verlängerung für ein drittes Jahr eingetütet. Mit dazu beigetragen hat sicherlich die sportliche Entwicklung, die den TV Gültstein bei nur einer Niederlage (3:5 beim A-Liga-Absteiger TSV Öschelbronn) derzeit auf Platz vier der Tabelle sieht. Auf Schlagdistanz zum oberen Relegationsplatz, der momentan nur zwei Zähler weg ist.

Eine deutliche Steigerung zur Vorsaison, welche die Gültsteiner mit dem damals noch neuen Trainergespann auf einem eher enttäuschenden neunten Tabellenplatz abschlossen. Ein Kriterium für den Erfolg ist laut Steffen Reutter, der mit seinen 38 Jahren als spielender Abteilungsleiter vorangeht, die regelmäßige und gute Trainingsbeteiligung in der ersten Mannschaft. Der Kader für die Erste umfasst zwischen 18 bis 20 Spieler: „Da stimmt es dann auch mit dem Konkurrenzkampf.“ Auch in der Spielausrichtung haben Thomas Wohlbold und Holger Schulz die Mannschaft weiterentwickelt, meint der Gültsteiner Fußballchef: „Wenn es vom Personellen her geht, versuchen wir jeden Gegner offensiv anzulaufen.“

Zwei starke Neuzugänge

Ein Spiel hebt Holger Schulz exemplarisch hervor: „Letztes Jahr haben wir gegen Oberjesingen kaum eine Chance gehabt, diesmal haben wir gegen den SVO 2:2 gespielt und dabei hat der Gegner kurz vor Schluss noch den Ausgleich durch einen Elfmeter erzielt.“ Geärgert hat er sich über das 3:5 in Öschelbronn: „Da haben wir eigentlich die Chance, bei einer 3:1-Führung auf 4:1 oder gar 5:1 davonzuziehen und müssen uns in den letzten 20 Minuten noch deutlich geschlagen geben.“ Begeistert ist Schulz über die Verstärkung Darius Santin: „Der Junge tut uns im Spiel nach vorne richtig gut und ist durch seine Einzelaktionen immer gefährlich.“ Auch Alexander Nadolny, den Schulz von seiner Darmsheimer Zeit her kannte, hat sich auf der Sechser-Position als Verstärkung erwiesen: „Er gibt immer 100 Prozent.“ Und integriert ist Nadolny ebenfalls bestens, meint Schulz lächelnd: „Früher ist er mit der Trainingstasche schon mal nach Hause, jetzt geht er öfters mit den Jungs noch nach Herrenberg rein.“ Auch die Trainer, das hebt Steffen Reutter hervor, bringen sich in das Vereinsleben gut ein, reißen bei Halloween-Partys oder Weihnachtsmarkt-Einsätzen wie die Spieler ihre Arbeitsdienste herunter. Schulz winkt ab: „Das gehört für mich einfach dazu.“

Der Coach ist zuversichtlich, dass der Kader zusammenbleibt und noch der eine oder andere ambitionierte Spieler zu den Gültsteinern dazustoßen kann. Aber er hebt den Zeigefinger: „Das kann hier in der Kreisliga B aber nur über die Kumpelschiene gehen. Es muss passen und da werden wir auch keinem Spieler ein paar Hundert Euro im Monat geben. Denn damit würde man den ganzen jungen Spielern im Verein einen Schlag ins Gesicht versetzen.“

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Erstellt:
27. November 2018, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 57sec

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