Antisemitische Parolen bei Fasnet

Weil der Stadt: Polizei registrierte auch eine Körperverletzung.

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Die diesjährige Fasnet in Weil der Stadt verlief aus Sicht der Polizei überwiegend störungsfrei und friedlich. Über 30 000 Gäste besuchten insgesamt den Fasnetsumzug und die nachfolgenden Abendveranstaltungen. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg setzte rund 40 Polizisten ein. Noch vor Umzugsbeginn wurde eine Waffenkontrollstelle im Bereich der Bahnhofstraße durchgeführt. Hierbei wurden rund 40 Personen kontrolliert. Verstöße gegen das Waffenführensverbot wurden nicht festgestellt. Im Laufe des Abends wurden vier Strafverfahren eingeleitet. Gegen 17 Uhr kam es am Bahnhof in Weil der Stadt zu einer Bedrohung zum Nachteil des DB-Sicherheitspersonals, das das Hausrecht ausübte. Außerdem kam es gegen 17.20 Uhr zu einer Körperverletzung im Bereich der Fahrgeschäfte. Ein unbekannter Täter schlug auf einen 21-jährigen Geschädigten ein und verletzte sein Opfer dabei leicht. Als ein Bekannter des Geschädigten dazwischenging, wurde er ebenfalls mit mehreren Faustschlägen ins Gesicht geschlagen. Der unbekannte Täter soll mit einem Kind unterwegs gewesen sein. Er wird als 30 bis 35 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß beschrieben. Er soll einen braunen Vollbart gehabt und ein Bärenkostüm getragen haben. Die weiteren Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.

Zudem kam es um 18.45 Uhr zu einem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte durch eine 18-jährige und einen 17-jährigen Tatverdächtigen, nachdem sie einem Platzverweis nicht nachgekommen waren und die Angabe ihrer Personalien verweigerten. Drei Polizeibeamte wurden dabei leicht verletzt. Bei den beiden Tatverdächtigen wurden zwei Messer aufgefunden und sichergestellt.

Um 20.41 Uhr lief ein 24-jähriger Tatverdächtiger auf der Stuttgarter Straße entlang und skandierte lautstark antisemitische Parolen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet. -pb-

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Erstellt:
17.02.2026, 20:45 Uhr