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„Authentische Orte“

Auf Einladung der Vereine „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und „KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen“ besuchte Landrat Roland Bernhard die Gedenkstätte im Rathaus Tailfingen und das Mahnmal auf der ehemaligen Startbahn zwischen Tailfingen und Hailfingen.

„Authentische Orte“

Möglicherweise wird auch im Landkreis Böblingen eine „Tour der Erinnerung“ realisiert GB-Foto: gb

Vertreter des Vereins stellten die Geschichte des ehemaligen KZ und die Aktivitäten des Vereins vor, der im kommenden Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. Bernhard zeigte sich beeindruckt über das Engagement und unterstrich die Bedeutung dieser ehrenamtlichen Arbeit. „Diese Gedenkstätten sind als authentische Orte von zentraler Bedeutung, um die nationalsozialistischen Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und der Opfer zu gedenken“, sagte der Landrat, der sich vor Ort auch direkt in das Gästebuch eintrug. Der Vorsitzende des Gedenkstättenvereins, Walter Kinkelin, betonte, wie wichtig die Bildungsarbeit mit Jugendlichen für die Gedenkstätte sei. Birgit Kipfer von „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ ergänzte, dass auch die Information von Erwachsenen über die Geschehnisse weiter unverzichtbar sei.

Im Juni 2010 war in Anwesenheit von Überlebenden und Angehörigen auf dem Außengelände des ehemaligen Flugplatzes ein Mahnmal für die 601 jüdischen Häftlinge und im alten Tailfinger Rathaus ein Dokumentationszentrum mit einer interaktiven Präsentation eingeweiht. Ergänzt wurde das Mahnmal im Juli 2018 durch „Denk-Pfeiler“ für die Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen.

Anlass für den Besuch des Landrats war die Beschilderung des Tübinger Fahrradrundwegs „Tour der Erinnerung“, der auch die Gedenkstätte zwischen Tailfingen und Hailfingen mit einschließt. Möglicherweise kann im Landkreis Böblingen ein ähnliches Projekt entlang der Achse der beiden Gedenkstätten in Tailfingen und Leonberg angedacht werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Böblinger Landratsamtes. „Seitens des Landkreises werden wir ein solches Projekt auf jeden Fall unterstützen“, so die Zusage von Roland Bernhard. „Außerdem beabsichtigt der Landkreis, vorbehaltlich der Zustimmung des Kreistags, in beiden Vereinen Mitglied zu werden.“-gb-

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Erstellt:
4. September 2019, 00:00 Uhr
Aktualisiert:
4. September 2019, 00:00 Uhr

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