Auto-Corso für Lockdown-Ende

Herrenberg – Am Samstagnachmittag ist von 13 bis 14 Uhr ein Auto-Corso gegen die Corona-Maßnahmen und für die Öffnung der Schulen und des Einzelhandels durch Herrenberg und die Teilorte angemeldet. Er startet an der Stadthalle und fährt unter anderem durch Gültstein und Haslach wieder dorthin zurück.

Florian Lieb

Für Samstagnachmittag ist ein Autocorso durch Herrenberg angemeldet GB-Foto (Archiv): gb

Für Samstagnachmittag ist ein Autocorso durch Herrenberg angemeldet GB-Foto (Archiv): gb

„Ich bin der Ansicht, dass diese Lockdowns nichts bringen, dass sie zu lang und zu viel sind“, erläutert der Veranstalter und Gäufeldener Rechtsanwalt Marc Dolde die Hintergründe für die Aktion. Er habe nach anderen Wegen gesucht, um seinen Unmut gegen die derzeitige Situation kundzutun, und daher für Samstag einen Autocorso mit bis zu 30 Fahrzeugen bei der Stadt Herrenberg angemeldet.

Es handele sich um „eine politische Demonstration“, bestätigt Ordnungsamtsleiter Dieter Bäuerle. Diese nicht zu erlauben, sei ihm nicht in den Sinn gekommen, auch wenn in anderen Städten wie jüngst in Ludwigsburg Autocorsos von „Querdenkern“ zuletzt untersagt wurden. „Das Demonstrationsrecht ist ein relatives hohes Gut, da müsste schon etwas Gravierendes vorliegen, um es nicht zu erlauben“, sagt Bäuerle. Da es sich nur um 30 angemeldete Teilnehmer handele, hält sich die Streifenwagen-Präsenz entsprechend in Grenzen. „Ich gehe davon aus, es werden nicht mehr als drei sein“, sagt Bäuerle. Das Polizeirevier Herrenberg sprach von einer eher schwächeren Präsenz.

Der Auto-Corso ist jedoch mit Auflagen verbunden, so müssen die Teilnehmer als Block fahren, dürfen keine verkehrsgefährdenden Anbauten an die Fahrzeuge anbringen und müssen auch in diesen selbst die geltenden Corona-Verordnungen befolgen. Innerorts wird die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer begrenzt, außerorts auf 50 Stundenkilometer. Zudem herrscht ein Überholverbot. Ein Hupverbot dagegen hat die Stadt nicht ausgesprochen – für Dieter Bäuerle stand dies auch nie zur Debatte. „Von 13 bis 14 Uhr halten wir das Hupen für zulässig“, erläutert Bäuerle. „Es wird auch nach Hochzeiten und Handballspielen gehupt“, ergänzt der Ordnungsamtsleiter.

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Erstellt:
19. Februar 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

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