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Corona-Testzentrum in der Straßenmeisterei

Um die Corona-Verdachtsfälle im Landkreis Böblingen getrennt von anderen Patienten untersuchen zu können, wird ein ambulantes Testzentrum in der Straßenmeisterei Herrenberg eingerichtet, wie das Landratsamt mitteilt.

In der Straßenmeisterei werden Corona-Verdachtsfälle untersucht GB-Foto: Schmidt

In der Straßenmeisterei werden Corona-Verdachtsfälle untersucht GB-Foto: Schmidt

Dort werden gebündelt Abstriche genommen und im Labor ausgewertet. Nach derzeitigem Stand wird das Zentrum ab Montagabend, 2. März, einsatzbereit sein. „Wir wollen mit diesem speziell eingerichteten Standort den Gang vieler Verdachtsfälle in die Notfallpraxen und Notaufnahmen der Kliniken vermeiden“, erklärt Landrat Roland Bernhard. „Der Standort ist eine Liegenschaft des Landkreises, auf die wir unkompliziert und schnell zugreifen konnten.“

Die Straßenmeisterei Herrenberg liegt am Ortsrand von Herrenberg, (Horber Straße 67). Verdachtsfälle sollten nicht mit dem öffentlichen Personennahverkehr anfahren; wer nicht die Möglichkeit hat, mit dem eigenen Fahrzeug anzufahren, sollte telefonisch klären, wie ein Abstrich vorgenommen werden kann, rät das Landratsamt. Ohnehin gilt auch hier: Die vorherige Registrierung beim Gesundheitsamt ist zwingend.

„Ich bin froh, dass wir im Landkreis Böblingen viele Partner haben, die gemeinsam diese Situation anpacken“, sagt Roland Bernhard. „Gesundheitsamt, Klinikverbund und die niedergelassenen Ärzte übernehmen in ihren jeweiligen Bereichen Verantwortung und sind routiniert in ihren Abläufen. Am Beginn einer Ansteckungswelle ist diese erhöhte Aufmerksamkeit für den Corona-Virus gerechtfertigt, um die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren.“

Arztpraxen und Kliniken sollen geschützte Räume bleiben für anderweitig geschwächte oder verletzte Menschen, die akute medizinische Behandlung benötigen. Für sie ist eine Ansteckung mit dem Erreger besonders gefährlich. Das Landratsamt appelliert daher, bei einem Verdacht nicht unaufgefordert und eigenständig in Kliniken oder Arztpraxen zu gehen. Auch das Testzentrum soll nur nach vorheriger Anmeldung angesteuert werden. Abstriche werden nur bei Personen vorgenommen, die zuvor telefonisch beim Gesundheitsamt registriert wurden.

Die Hotline des Gesundheitsamtes ist täglich von 8 bis 20 Uhr besetzt und erreichbar unter (07031) 663-3500. Erkrankte und Ärzte sollen diese Nummer wählen, wenn sie eine Ansteckung mit dem Corona-Virus vermuten. Auch das Landesgesundheitsamt hat eine Rufnummer für Rat suchende Bürger eingerichtet, die montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr und samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr unter (0711) 904-39555 erreichbar ist.

Das richtige Verhalten, wenn Symptome einer Corona-Ansteckung auftreten: Kranke sollen zuerst bei ihrem Hausarzt anrufen, der seine Patienten anleitet. Außerhalb der regulären Sprechzeiten sind die Notfallpraxen der richtige Ansprechpartner unter der bundesweiten Rufnummer 116 117. Wer Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatte, klärt telefonisch die Symptome und weitere Vorgehensweise ab. Wichtig ist, sich in häusliche Isolation zu begeben. Ein Test ist sinnvoll bei Personen, die Symptome aufweisen und Kontakt zu bestätigten Fällen hatten oder in betroffenen Regionen waren.

Wenn sich der Verdacht auf Corona bestätigt, werden alle Personen ermittelt, mit denen der Patient seit der Ansteckung Kontakt hatte. Diese werden angerufen und nach etwaigen Symptomen befragt. Eine häusliche Isolation wird in jedem Fall angeordnet. Zeigen sich aber anfangs keine Symptome bei dieser Person, macht ein Test noch keinen Sinn. So will man ein falsches negatives Ergebnis vermeiden, das die Getesteten in falsche Sicherheit wiegen würde. -gb-

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Erstellt:
1. März 2020, 11:19 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 28sec

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