Deckenpfronner Kunstrasenplatz wird mit knapp 600.000 Euro gefördert

Deckenpfronn: Das Projekt des Sportvereins wird mit einem Zuschuss von knapp 600.000 Euro bedacht. Der Fördertopf war 23-fach überzeichnet.

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Deckenpfronner Kunstrasenplatz wird mit knapp 600.000 Euro gefördert

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat am Mittwoch beschlossen, den Umbau eines Naturrasenplatzes des SV Deckenpfronn in einen Kunstrasenplatz und die Sanierung der Sporthalle der Ostertag-Realschule in Leonberg mit Mitteln aus der sogenannten Sportmilliarde zu fördern. Während Leonberg 2,2 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes erhält, fließen knapp 600000 Euro an die Gemeinde Deckenpfronn.

Die beiden Bundestagsabgeordneten für den Landkreis Böblingen, Jasmina Hostert (SPD) und Marc Biadacz (CDU), freuen sich sehr über diese Entscheidung. Sie hatten sich für die Förderung der beiden Projekte eingesetzt, wie die SPD-Abgeordnete mitteilte. „Das sind hervorragende Nachrichten für den Sport und die Inklusion im Wahlkreis“, erklärt Jasmina Hostert, „Leonberg und Deckenpfronn verbindet, dass ihre beiden Sportanlagen neben dem Schul- und Breitensport auch von Menschen mit Behinderung genutzt werden.“ Die Fußballabteilung des SV Deckenpfronn besitzt eine Inklusionsmannschaft. Die Halle in Leonberg steht den Schülern der Karl-Georg-Haldenwang-Schule zur Verfügung, einer Schule für Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung. „Ich freue mich sehr für alle Kinder, die demnächst auf den erneuerten Anlagen ihrem Lieblingssport nachgehen können“, so Hostert weiter.

„Dass gleich zwei Projekte aus dem Landkreis Böblingen mit einer Förderung bedacht werden, verbuchen wir als großen Erfolg“, ergänzt Marc Biadacz, „das Interesse an dem Förderprogramm des Bundes war gewaltig und zeigt den großen Bedarf. Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam und mit einer starken Stimme erfolgreich für die Projekte werben konnten. Klar ist, dass wir auch diejenigen Städte und Gemeinden aus dem Landkreis Böblingen unterstützen werden, die in dieser Runde nicht zum Zug gekommen sind. Wir müssen weiterhin in die Sportinfrastruktur investieren. Sie ist der Anker des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Deutschland.“

Insgesamt gingen 3684 Interessenbekundungen von Kommunen ein. 333 Millionen Euro Fördervolumen standen einer beantragten Gesamtfördersumme von über 7,5 Milliarden Euro gegenüber, was eine 23-fache Überzeichnung des Projektaufrufs darstellt. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“, das wiederum Teil der Sportmilliarde ist. Diese ist Bestandteil des im vergangenen Jahr beschlossenen Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität in Höhe von insgesamt 500 Milliarden Euro.

Ende März verkündete das Bundesbauministerium eine weitere Förderrunde von 250 Millionen Euro – dieses Mal zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder. Interessierte Kommunen können bis zum 19. Juni per Antrag ihr Interesse an einer Förderung bekunden. -gb-

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Erstellt:
22.04.2026, 14:53 Uhr