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Dem Landrat wird nicht mehr schlecht

Der Verkehr zwischen Öschelbronn und Jettingen kann wieder ohne Umwege rollen. Gestern gaben Landrat Bernhard und die Bürgermeister aus Gäufelden und Jettingen die K1071 offiziell wieder frei.

Dem Landrat wird nicht mehr schlecht

Gleich ist es so weit: Nur dieses Band trennt die K1071 von ihrer Verkehrsfreigabe GB-Foto: Holom

Zehn Monate nach dem Spatenstich gehört der schlechte Zustand der 1,7 Kilometer langen Straße der Vergangenheit an. Die vielen Schlaglöcher sind verschwunden, der wellig gewordene Asphalt ist wieder glatt, und die Straße bietet mit einer Breite von 6,50 Meter – zwei Meter mehr als bisher – ausreichend Platz. „Die Hitze nimmt uns die Freude an diesem herrlichen Tag nicht“, betonte ein gut gelaunter Landrat Roland Bernhard auf dem Parkplatz der Biogasanlage auf halber Strecke zwischen Öschelbronn und Jettingen. Neben Bürgermeister Johannes Buchter aus Gäufelden, seinem Nachfolger Benjamin Schmid, Bürgermeister Hans Michael Burkhardt aus Jettingen, Kreisräten, Gemeinderäten, Vertretern des Bauunternehmens, ließen sich auch Verkehrsdezernent Thomas Wagner und Jörg Aichele, Amtsleiter für Straßenbau, und interessierte Bürger die Verkehrsfreigabe nicht entgehen.

Der Jettinger Neujahrsempfang am 5. Januar 2014 ist Bernhard in guter Erinnerung geblieben. Nicht ohne Grund habe ihn Burkhardt gebeten, über Öschelbronn heimzufahren. „Das habe ich gemacht, und als ich daheim war, war mit schlecht, ob es am Essen lag oder an der Straße, weiß ich nicht genau, aber die K1071 war in einem liederlichen Zustand“, erzählt er augenzwinkernd. Vom Handlungsbedarf aber sei er sofort überzeugt gewesen.

Beitrag zu „mehr Verkehrssicherheit und für die Mobilität“

Vorgesehen war die Sanierung bereits im Jahr 2017, aber bevor die Maschinen anrückten, mussten erst die Zauneidechsen vergrämt werden. Im September 2018 erfolgte der Spatenstich und seitdem wurden 3600 Kubikmeter Erdboden abgetragen, 3500 Kubikmeter betrug der Grabaushub, 5000 Kubikmeter die Erdarbeiten und 22760 Quadratmeter die Asphaltdeckschicht. „Die Sanierung ist ein Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit und für die Mobilität im Automobilkreis.“ 3,8 Millionen kostete die Sanierung und Verbreiterung, 2,8 Millionen davon übernimmt der Landkreis, die fehlende Million die Gemeinde Gäufelden. Der Radweg, der bisher auf der Straße führte, ist jetzt straßenbegleitend. Gäufelden hat dafür einen Wirtschaftsweg saniert, die förderfähigen Kosten werden durch das Landesgemeinde-Verkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) mit 50 Prozent (113500 Euro) bezuschusst.

Gäufeldens Bürgermeister Buchter macht deutlich, dass man für die Sanierung habe „kämpfen“ müssen. Die Kreisstraße sei nicht überdimensioniert, wenn sie auch im Vergleich zu früher wie „eine halbe Autobahn wirkt“. Gearbeitet wurde auch in der Ortsdurchfahrt Öschelbronn, bis zur Jahnstraße. Kanalbauarbeiten fanden statt, für das künftige Breitband liegen jetzt Leerrohre, Straßenabläufe sind angepasst, die Straßendecke erneuert. Außerdem ist jetzt die Buswendeschleife in der Jettinger Straße barrierefrei. „Wir haben uns gerne beteiligt und können zufrieden sein.“

„Wir haben jetzt eine Stoßdämpferteststrecke weniger“, zeigt sich Jettingens Bürgermeister Burkhardt erleichtert. Auch er erinnere sich gut an den Neujahrsempfang und an die folgenden. „Seit 2014 sind Sie nicht mehr beim Neujahrsempfang in Jettingen erschienen“, meint er trocken. Ob es wohl an der schlechten Anbindung über die K1071 oder an der bis jetzt fehlenden Sanierung gelegen habe, fragt er in die Runde und hat damit die Lacher auf seiner Seite. Landrat Bernhard verspricht prompt 2020 dabei zu sein.

In den kommenden Jahren dürfte der Kreis-Chef sowieso häufiger im Oberen Gäu sein. Denn einige Straßensanierungen stehen 2020 und 2021 auf dem Plan: In Mötzingen jeweils bis zur Kreisgrenze, die Kreisstraßen 1026 (Richtung Iselshausen) und 1074 in Richtung Baisingen, die K1031 zwischen Öschelbronn und Sindlingen soll genauso saniert werden wie die K1024 von Jettingen bis zur Kreisgrenze nach Nagold-Emmingen. Auch die Anbindung der K1031 in Nebringen an die L1184 soll kommen, wenn das Regierungspräsidium zustimmt.

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Erstellt:
26. Juli 2019, 00:00 Uhr
Aktualisiert:
26. Juli 2019, 00:00 Uhr

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