Der WFV geht völlig neue Wege

Fußball – Der Württembergische Fußballverband (WFV) plant für den Amateurbereich von der Oberliga abwärts wegen der Corona-Pandemie einen veränderten Spielbetrieb. Der drastische Einschnitt sieht vor, nach Beendigung der Vorrunde eine Auf- und Abstiegsrunde folgen zu lassen.

Die Corona-Krise sorgt wohl für ein neues Spielsystem in einer Punktspielrunde des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) Foto (Archiv): Michael Weber/Eibner

Die Corona-Krise sorgt wohl für ein neues Spielsystem in einer Punktspielrunde des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) Foto (Archiv): Michael Weber/Eibner

Überraschend hat der Verband bereits Anfang dieser Woche die in den überregionalen Spielklassen vertretenen Clubs angeschrieben, unter anderem auch die Landesligisten FC Gärtringen und VfL Nagold sowie den Verbandsligisten VfL Sindelfingen. Im Vorschlag ist demnach vorgesehen, bei einer Freigabe der Behörden mit einer Vorlaufzeit von mindestens zwei Wochen zunächst ab etwa Mitte Februar die Vorrunde zu Ende spielen zu lassen, um daran anschließend ab Mitte/Ende April das Spieljahr in einer Auf- und Abstiegsrunde bis 20. Juni zu Ende zu bringen. Im Anschluss daran soll die Relegation folgen.

Spielbetrieb kommt ins Wanken

Grund für dieses Ansinnen des WFV in besagtem Brief ist nun wohl die Einsicht, dass nach der Verlängerung der Corona-Beschränkungen über Ende November hinaus der Spielbetrieb in der bisherigen Form erheblich ins Wanken kommen wird. Sämtliche bis zum Jahresende 2020 terminierten Spiele von der Oberliga abwärts sind abgesetzt worden. Einen Re-Start für den allgemeinen Trainingsbetrieb und damit verbunden des Spielbetriebs im Januar wird von WFV-Seite als „nicht realistisch“ eingeschätzt, so dass der Verband neue Wege geht und voraussichtlich am bisherigen Spielmodus mit Hin- und Rückrunde nicht mehr festhalten wird.

„Wir müssen weitere Maßnahmen ergreifen“

Ein Austragen der noch ausstehenden Spieltage bei einem möglichen Re-Start Mitte Februar und unter Annahme weiterer corona- und eventuell auch witterungsbedingter Spielausfälle sieht der Verband demnach nicht. „Fakt ist, dass eine Beendigung mit dem derzeitigen Spielmodus nicht mehr möglich ist und weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen“, so der WFV in seinem Schreiben an die Clubs. Für die Verbandsliga hat der Verband kommenden Dienstag zu einer Videokonferenz geladen, um über die Vorschläge zu sprechen, für die Landesliga am Mittwoch, 9. Dezember.

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Erstellt:
2. Dezember 2020, 19:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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