Deutliches Zeichen der Nächstenliebe

„Gäubote“-Weihnachtsaktion: Über 133000 Euro gehen ein an Spenden beim Arbeitskreis „Miteinander – Füreinander“, um die Lebenssituation von Menschen in prekären Situationen zu verbessern.

Menschen in Not zu helfen ist das Ziel der „Gäubote“-Weihnachtsaktion von „Miteinander – Füreinander“.GB-Foto (Symbolbild): panitan/stock.adobe.com

Menschen in Not zu helfen ist das Ziel der „Gäubote“-Weihnachtsaktion von „Miteinander – Füreinander“.GB-Foto (Symbolbild): panitan/stock.adobe.com

Eine der letzten Spendeneinzahlungen für die „Gäubote“-Weihnachtsaktion tätigte Renate Britsch – und zwar für die Skigymnastikgruppe des SV Affstätt. Sie zählt damit zu den rund 1 300 Spenderinnen und Spendern, die Nächstenliebe zeigen, indem sie Menschen in prekären Lebenssituationen unterstützen wollen. Mit Geld. Denn der Arbeitskreis „Miteinander – Füreinander“ hatte sich das Ziel gesetzt, einmal mehr den Fördertopf für individuelle Hilfen zu füllen. Und das ist gelungen: 133 420 Euro und 33 Cent kamen für das Projekt „Wir helfen!“ zusammen. Dafür sagen wir allen ein herzliches Dankeschön.

„Wir helfen!“ – das ist die Kernbotschaft und zugleich der zentrale Arbeitsauftrag von „Miteinander – Füreinander“. Ziel ist es, Menschen, ja ganze Familien unter die Arme zu greifen, die finanziell nicht mehr über die Runden kommen, überschuldet sind oder aus eigener Kraft ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können. Manche bleiben ihre Miete schuldig oder sind möglicherweise bereits obdachlos. Was für die meisten Menschen selbstverständlich erscheint, bleibt für von Armut Betroffene oft unerschwinglich – sei es eine neue Brille, Sportkleidung für Schulkinder oder der Ersatz eines Haushaltsgeräts. Die Ursachen sind vielfältig: Arbeitsplatzverlust, Krankheit, Sucht, Unfall, Trennung, Scheidung oder der Tod eines nahestehenden Menschen können eine Abwärtsspirale auslösen. In solchen Fällen können sie auf Zuschüsse aus dem Spendentopf von „Miteinander – Füreinander“ hoffen, vor allem dann, wenn von Behörden oder anderen Institutionen keine Unterstützung zu erwarten ist. Über jeden Unterstützungsantrag wird nach eingehender Prüfung individuell entschieden. „Es ist ein herausragendes Spendenergebnis. Allen, die dazu beigetragen haben, ist von Herzen zu danken“, betonte Ulrich Behrendts, evangelischer Pfarrer und Sprecher des Arbeitskreises „Miteinander – Füreinander“, zum Abschluss der Aktion.

Aufgrund Wohnsituation
in schwierige Lage gelangt

Ein besonderer Schwerpunkt der nun abgeschlossenen Aktion lag darauf, Menschen zu helfen, die aufgrund ihrer Wohnsituation in eine besonders schwierige Lage geraten sind, die nicht wissen, was auf sie zukommt, wie sie einen Umzug stemmen oder eine notwendige Kaution aufbringen sollen, weil auf dem Konto Ebbe herrscht. Weil inzwischen selbst ganze Familien in kommunalen Unterkünften landen und es mitunter auch dort am Nötigsten fehlt, kooperiert der Arbeitskreis mit der Stadt Herrenberg und der Caritas im Kreis Böblingen. Bei der Stadt ist das Projekt „Housing First“ angesiedelt, bei der Caritas die Wohnrauminitiative – und beide erfahren nun ebenfalls Unterstützung von „Miteinander – Füreinander“, um Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen. Finanziell gefördert wird außerdem das Projekt „Samstagsmahlzeiten“, das beim Verein Freunde e. V. angesiedelt ist. Zwei- bis dreimal im Monat ist diese mobile Mahlzeitendienst unterwegs, um warme Essen oder Essenstaschen zu verteilen, wobei die Zahl der Mahlzeitenabnehmer stetig steigt.

Dem Arbeitskreis „Miteinander – Füreinander“ gehören neben dem „Gäubote“ Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, der Diakonie, der Bürgerstiftung sowie der Stadt Herrenberg an. Seit vielen Jahren sammelt er im Rahmen der „Gäubote“-Weihnachtsaktion Spenden für soziale Projekte und für Menschen, die in Not geraten sind.

Die aktuelle Spendensumme von über 133 000 Euro belegt nach Ansicht von Dr. Ulrike Altherr, Pastoralreferentin der katholischen Kirchengemeinde, das große Vertrauen, das die Aktion in der Bevölkerung genießt. „Viele Menschen sagen mir, dass sie hier wissen, wo das Geld ankommt: Diese Spenden sind für Bedürftige, die hier leben.“

Wir sagen daher an dieser Stelle noch einmal allen Spenderinnen und Spendern – auch im Namen derer, die von dieser Hilfe profitieren – ein herzliches Dankeschön.