Ein Päckchen voller Hoffnung im Advent

„Gäubote“-Weihnachtsaktion: Bisher flossen über 40521,00 Euro auf das Spendenkonto.

Beim adventlichen Frühstück werden Päckchen und Gutscheine ausgegeben.GB-Foto: Vecsey

Beim adventlichen Frühstück werden Päckchen und Gutscheine ausgegeben.GB-Foto: Vecsey

Inzwischen brennt auf dem Adventskranz die zweite Kerze und die „Gäubote“-Weihnachtsaktion mit dem Arbeitskreis „Miteinander – Füreinander“ hat Fahrt aufgenommen. Unter dem Motto „Wir helfen!“ stehen in diesem Jahr wieder Einzelschicksale im Mittelpunkt. Menschen und Familien, die dringend auf Solidarität und (finanzielle) Unterstützung angewiesen sind, um ihren Alltag, ihr Leben bestreiten zu können. Fester Bestandteil der Weihnachtsaktion ist seit vielen Jahren das Päckchenprojekt. Jedes Jahr schnüren fleißige Helferinnen und Helfer Päckchen mit Gutscheinen und kleinen Geschenken, um sie im Rahmen eines Frühstücks an Gäste mit kleinem Geldbeutel zu verteilen. Diese versammeln sich am Vormittag im evangelischen Gemeindehaus und genießen Tee und Kaffee. Es stehen Brezeln und Hefezöpfe auf dem Tisch, die Teller sind schön angerichtet. Die weihnachtliche Dekoration sorgt für festliche Stimmung. Die offizielle Begrüßung übernimmt Pfarrer Ulrich Behrendts von der evangelischen Kirchengemeinde. Er kündigt den Nikolaus an – eine Überraschung vor allem für die Kinder. Hinter dem Bart steckt Klaus Hilbert. Der Nikolaus schreitet gemächlich in den Raum, bevor er zu erzählen beginnt: Die Geschichte des echten Sankt Nikolaus von Myra. Der Mann, der der Stadt Myra in der heutigen Türkei aus einer Hungersnot half. Einst sorgte der Bischof der Stadt dafür, dass das Getreide, das der König erhalten sollte, an die Bürger verteilt wurde. So rettete er sie vor einem Hungertod. Anschließend werden, um für heitere Stimmung zu sorgen, Weihnachtslieder gesungen. Die Gäste, Helfer und Organisatoren stimmen auf „Lasst uns froh und munter sein“ sowie „Morgen Kinder wird’s was geben“ ein, Pfarrer Behrendts begleitet den spontanen Chor auf dem Klavier. Nach alter Tradition verteilt der Nikolaus schließlich Mandarinen. Gäste haben danach noch Gelegenheit, Fotos mit dem Nikolaus zu machen – vor allem Kinder.

Auf dem Weg nach draußen gibt es dann auch die Taschen für die Besucher. Vertreter verschiedener Organisationen verteilen sie. Von der katholischen Kirche beteiligt sich Petra Sosice, von der Stadt, genauer gesagt dem Sozialen Dienst sind Gina Schmollinger und Sandra Hätinger vor Ort. Schließlich sind noch Edith Krüger von der Bürgerstiftung und Carsten Beneke und Birgit Knaus – beide vom Haus der Diakonie – fleißig dabei, Taschen zu verteilen.

Dieses Jahr hat Ulrike Altherr den größten Teil der Organisation übernommen. Sie ist Pastoralreferentin bei der katholischen Kirchengemeinde. Sie erzählt mehr über die Herangehensweise: Die Adressen bekommt sie vom Haus der Diakonie, der Stadt Herrenberg, vom Sozialamt sowie der katholischen Kirchengemeinde. Die sind nicht nur für das Verschicken der Einladungen wichtig, sondern auch für das Schreiben der Umschläge, welche die Gutscheine beinhalten. Für die ist Ute Molls zuständig. Sie ist einer der zwei Initiatoren der Veranstaltung und hat in der Vergangenheit beim Frühstück mitgeholfen und Gäste betreut. Krankheitsbedingt ist sie dieses Jahr beim Frühstück nicht dabei. In den Paketen befindet sich jeweils eine kleine Süßigkeit, ein paar schön eingepackte Gutscheine. Hauptsächlich handelt es sich um Lebensmittelgutscheine, die sie auch selbst besorgen würde.

Die Anfänge dieses Projekts liegen schon Jahre zurück. Seit dem Jahr 2017 ist die katholische Kirchengemeinde mit an Bord. „Seit dem findet es in diesem Rahmen statt“, äußert sich Ulrike Altherr dazu. Die ganze Aktion inklusive den Gutscheinen kostet zwischen 5 000 und 7 000 Euro. Auch hierfür fließen Spenden aus dem Fördertopf von „Miteinander – Füreinander“. Weitere Sponsoren sind die katholische Kirche, die Stadt und die Bürgerstiftung.

„Ein alleinstehender Mensch bekommt einen Gutschein für 30 Euro, ein Ehepaar bekommt 40 Euro und jedes Kind kriegt 20 Euro“, erklärt Ulrike Altherr.“ Und in diesen Tüten ist auch für jedes Kind ein echter Nikolaus drin, „also ein Nikolaus als Bischof“, so Ulrike Altherr. Gespendet wurden die Nikoläuse vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken. Viele der Gäste sind inzwischen Stammkunden, aber zu dem Frühstück kommen auch viele neue Besucher.

Die Päckchenaktion ist ein Teil der „Gäubote“-Weihnachtsaktion, für die immer mehr Spenden eingehen. Inzwischen liegen auf dem Konto 40 521,00 Euro. Hierfür sagen wir schon einmal herzlichen Dank. Zu den Spendern gehören auch: Gerhard und Helga Schneider, Herrenberg, Werner und Anna Maria Gayer, Jettingen, Peter und Hermine Gall, Herrenberg, Siegfried und Karin Frank, Herrenberg, Gebhard Baitinger, Jettingen, Klaus und Dominique Braitmaier, Kayh, Gerd und Margit Sailer, Margarete Walz, Gärtringen, Salvatore und Susanne Mura, Nufringen, Familie Karl-Heinz Vetter, Anneliese Steinle, Lydia Schneider, Gäufelden, Sabine und Dietmar Schramm, Herrenberg, Fam. Thurow, Herrenberg, Fritz und Gerda Schanz, Affstätt, Ewald und Maria Loschko, Bondorf, Gretel Maihöfer, Friedlind Porten, Ursel Epple, Gärtringen, Brigitte Schulz, Joachim und Waltraud Pollok, Herrenberg, Margarete Repsch, Herrenberg, Claudia Duppel und Martin Petry, Brigitte und Alf Holzner, Lore Egeler, Karin Renz, Oberjesingen, Frida Hätinger, Kayh, Wilhelm und Gisela Kohlenberg, Oberjesingen, Dr. Wolfgang Kuhn, Herrenberg, Elli Tomaschko, Gäufelden, Carmen Beck, Gäufelden, Rudolf Jung, Herrenberg, Günter und Waltraud Fleck, Herrenberg, Hermann Schneckenburger, Gärtringen, Eva Schäfer-Weber, Traugott und Ursula Binder, Herrenberg, Ernst Binder, Altingen, Daniel und Petra Barth, Oberjesingen, Helga Thielsch, Gäufelden, Karin und Fritz Deppert, Kayh, Wolfgang und Hildegard Hinzke, Altingen, Else Martini, Jettingen, Wilfried und Waltraud Biesinger, Haslach, Hermann und Angela Schulz, Kuppingen, Prof. Dieter und Brigitte Fussnegger, Nufringen, Anton und Ingrid Andor, Gäufelden, Erika und Heinz-Hermann Hattermann, Klaus-Peter Blöch und Ingrid Lienhard-Bloech, Erika und Siegfried Brenner, Kuppingen, Andrea Ehmann, Barbara Monika Rost, Brigitte und Hans Berner, Nufringen, Alois und Renate Unterkofler, Gäufelden, Brigitte und Erich Stäbler, Haslach, Willi und Heidi Hirth, Herrenberg, Christa Sattler, Deckenpfronn, Günter und Monika Kazirsch, Herrenberg, Karola Webersinke, Affstätt, Angelika Nonnenmacher, Ulrich und Karin Knecht, Hildrizhausen, Monika und Klaus Maisch, Kayh, Günter und Doris Ehrmann, Anton und Paula Schott, Sulz am Eck, Dieter Renz, Gärtringen, Ursula Marquardt, Herrenberg, Brigitte und Dieter Grimm, Erhard und Hilda Schittenhelm, Annette Kleß, Haslach, Doris und Peter Riethmüller, Kuppingen.

„Wir helfen!“ – und wer hilft mit?

Dem Arbeitskreis „Miteinander – Füreinander“ gehören neben dem „Gäubote“ und den Kirchen Vertreter der Diakonie, der Stadt Herrenberg und der Bürgerstiftung an. Bei der aktuellen „Gäubote“-Weihnachtsaktion unter dem Motto „Wir helfen!“ stehen individuelle Hilfen für Menschen in prekären Lebenssituationen im Mittelpunkt. Unterstützung erfahren aber auch Initiativen und Projekte, die Menschen in Armut zur Seite stehen – zum Beispiel der Samstagsmahlzeitendienst oder der Gabenzaun des Vereins Freunde e.V.

Mit einem Wohltätigkeitsmarathon beteiligt sich das Gültsteiner Fitnessstudio Gym-24 am Freitag, 12. Dezember, von 18 bis 20 Uhr erneut an der „Gäubote“-Weihnachtsaktion. Unternehmen können dabei ein oder mehrere Indoor-Cycling-Räder für jeweils 99 Euro netto mieten. Dieser Betrag wird dann in vollem Umfang an „Miteinander – Füreinander“ gespendet. Auf den Firmen-Indoor-Cycling-Rädern können sich die Teilnehmer innerhalb der zwei Stunden abwechseln. Wenn gewünscht, steigen zudem Mitglieder des Gym-24- Teams aufs Rad, damit es die gesamte Zeit ausgelastet ist. Denn Gym-24 steuert pro gefahrenem Kilometer 50 Cent zusätzlich als Spende bei. Wer sich noch beteiligen will, kann sich dafür bei Gym-24 melden (Infos: www.gym24.de).

Wenn Sie mit einer eigenen Initiative oder Aktion zum aktuellen Spendenprojekt „Wir helfen!“ beitragen wollen, sagen Sie uns Bescheid (E-Mail: redaktion@gaeubote.de). Wir unterstützen und begleiten Sie dabei – und berichten selbstverständlich auch gerne darüber im „Gäubote“.-did-