Erfolg bei Drogen und Waffen
Kreis Böblingen: Fahndungs- und Sicherheitstag der Polizei.
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Mit einem großangelegten Fahndungs- und Sicherheitstag ist die Polizei in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg verstärkt gegen Kriminalität im öffentlichen Raum vorgegangen. Rund 400 Einsatzkräfte kontrollierten dabei über 1500 Personen und mehr als 700 Fahrzeuge. Die Aktion des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, an der neben der Landespolizei auch Bundespolizei, Zoll und weitere Behörden beteiligt waren, ist Teil einer landesweiten Sicherheitsstrategie zur Bekämpfung von Kriminalität im öffentlichen Raum.
„Im Jahr 2025 wurden in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg erneut gut 40 Prozent aller Straftaten im öffentlichen Raum begangen“, erklärte der Leiter der Schutzpolizeidirektion, Leitender Polizeidirektor Erwin Grosser. Diese Delikte würden von der Bevölkerung besonders wahrgenommen und könnten das Sicherheitsgefühl erheblich beeinflussen.
Die Einsatzkräfte konzentrierten sich unter anderem auf illegale Beschäftigung, Sozialleistungsbetrug sowie Rauschgift- und Waffendelikte. Kontrolliert wurde an öffentlichen Plätzen, im öffentlichen Nahverkehr sowie auf der Autobahn 8. Darüber hinaus vollstreckten die Beamten Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle, überprüften Gaststätten und Hotels und führten Kontrollen im Rotlichtmilieu durch. Insgesamt wurden rund 1200 Dokumente auf ihre Echtheit geprüft.
Die Bilanz des Einsatzes: 31 Straftaten und 492 Ordnungswidrigkeiten wurden festgestellt. Unter den Verstößen befanden sich insbesondere Betäubungsmittel- und Waffendelikte sowie zahlreiche Verkehrsverstöße. Elf Verkehrsteilnehmer standen unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Bei 23 Fahrzeugen stellten die Einsatzkräfte teils erhebliche Mängel fest, sodass die Weiterfahrt untersagt wurde. Zudem beschlagnahmte die Polizei unter anderem Betäubungsmittel, Medikamente, Waffen und Führerscheine. Zwei Blutentnahmen wurden angeordnet, mehrere Personen erkennungsdienstlich behandelt. Im Landkreis Böblingen mussten außerdem drei Gaststätten aufgrund verschiedener Beanstandungen vorübergehend schließen. Trotz eines Rückgangs der Straftaten im öffentlichen Raum um 12,3 Prozent im Jahr 2025 sieht die Polizei weiterhin Handlungsbedarf. Im Zehnjahresvergleich bewegen sich die Zahlen auf einem konstant hohen Niveau von durchschnittlich mehr als 15 000 Fällen jährlich – etwa 40 Prozent aller registrierten Straftaten.
Schwerpunkte bilden laut einer Pressemitteilung der Polizei dabei Sachbeschädigungen, Rohheitsdelikte und Diebstähle. Auffällig ist zudem ein deutlicher Anstieg von Messerangriffen: Von 222 registrierten Fällen im Jahr 2025 ereignete sich knapp die Hälfte im öffentlichen Raum.-pb-