Erneut Bauschutt im Deckenpfronner Gemeindewald entdeckt

Deckenpfronn: Polizei ermittelt wegen illegaler Ablagerung

Bereits Mitte August wurde im Deckenpfronner Gemeindewald erstmals Bauschutt entdeckt.GB-Foto: Polizei

Bereits Mitte August wurde im Deckenpfronner Gemeindewald erstmals Bauschutt entdeckt. GB-Foto: Polizei

Im Deckenpfronner Gemeindewald ist erneut eine größere Menge Bauschutt illegal entsorgt worden. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt und prüft, ob ein Zusammenhang mit einer bereits aufgeklärten Schuttablagerung in der Nähe besteht.

Wie die Polizei mitteilt, erhielt der Arbeitsbereich Gewerbe und Umwelt diese Woche einen Hinweis auf eine weitere illegale Ablagerung. Nördlich des Deckenpfronner Häckselplatzes, am Steinenbergweg, entdeckten die Beamten rund 20 Meter vom Weg entfernt eine Schutthalde mit schätzungsweise fünf bis zehn Tonnen rotem Sandstein und Sandsteinplatten. Auf einer Fläche von etwa einem Quadratmeter war zudem Erdreich verteilt, das mit Ziegelbruch, Betonresten und weiteren Sandsteinbruchstücken durchsetzt war.

Aufgrund der Menge des Materials geht die Polizei davon aus, dass für den Transport und das Abladen ein größeres Fahrzeug eingesetzt worden sein muss. Gegen die bislang unbekannten Verantwortlichen wird wegen des widerrechtlichen Ablagerns von Abfällen außerhalb einer dafür zugelassenen Abfallbeseitigungsanlage ermittelt.

Zusammenhang mit
erstem Fund wird geprüft

Der neue Fund kommt nur wenige Tage nach einem ersten Fall illegaler Müllentsorgung im Deckenpfronner Gemeindewald. Zwischen dem 7. und 10. August wurden dort mehrere Tonnen Betonbruchstücke und Waschbetonplatten abgeladen (der „Gäubote“ berichtete). Das Material stammte nach Erkenntnissen der Polizei vermutlich von Abbrucharbeiten an einer Gartenumfriedung oder einem alten Stallgebäude. Ein Zeugenhinweis führte die Ermittler schließlich zu einem Grundstück im benachbarten Landkreis Calw. Dort traf die Polizei auf die für die Abbrucharbeiten verantwortlichen Personen. Sie müssen nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen und haben zugesagt, den Bauschutt fachgerecht entsorgen zu lassen.

Ob zwischen diesem Fall und der nun entdeckten Schutthalde ein Zusammenhang besteht, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Auffällig sei insbesondere, dass beide Ablagerungen nur wenige Tage auseinanderliegen und sich im selben Waldgebiet befinden.

Die Polizei bittet deshalb um Hinweise aus der Bevölkerung. Von Interesse ist insbesondere, wann die neue Schutthalde erstmals wahrgenommen wurde. Auch Angaben zur möglichen Herkunft der roten Sandsteine und Sandsteinplatten können für die Ermittlungen hilfreich sein.

Zeugen werden gebeten, sich beim Arbeitsbereich Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Ludwigsburg unter (07031) 13-2500 oder per E-Mail an ludwigsburg.pp@polizei.bwl.de zu melden.-pb-