Franziska Brauße staunt ein wenig

Radsport: RSV-Fahrerin wird auch für die Straße nominiert.

Von Karlheinz Reichert

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Franziska Brauße

Franziska Brauße

Franziska Brauße vom RSV Öschelbronn, Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin mit dem deutschen Bahnvierer, wurde vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) nicht nur für die Bahnwettbewerbe bei den Europameisterschaften in München nominiert (11. bis 21. August), sondern wurde zusätzlich in den Kader für das Straßenrennen berufen.

Der Weltrekordvierer mit Franziska Brauße (4:04,242 Minuten für die 4000 Meter) ist als Titelverteidiger auch bei der EM in München klarer Favorit in der Mannschaftsverfolgung. In welchen Bahnwettbewerben die 23-Jährige außerdem antreten wird, das wird in den nächsten Tagen beim Vorbereitungslehrgang der deutschen Nationalmannschaft in Augsburg entschieden, wobei sie als Vizeweltmeisterin in der Einerverfolgung in dieser Disziplin ihren Startplatz wohl sicher hat.

Nachdem sie Ende Mai bis Mitte Juni wegen Rückenschmerzen pausieren musste, ist Franziska Brauße rechtzeitig wieder in Form gekommen. „Mit geht es wieder gut und die Rennen machen Spaß“, sagte sie am Samstag bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Öschelbronn, die sie als Betreuerin ihres Freundes besuchte. Im Hinblick auf die EM verzichtete sie auf eigene Starts bei den Landesmeisterschaften.

Dass sie bei der EM möglicherweise auch im Straßenrennen starten wird, das am Schlusstag stattfindet, kam für sie selbst überraschend. Ihr Trainer habe sie zwar nach ihrer Straßenform gefragt, dennoch habe sie nicht damit gerechnet, dass der BDR sie in die engere Wahl nehme. Von ihrer Vornominierung habe sie dann über das Internet erfahren und schmunzelt: „Das Netz war schneller als der Trainer mit seinem Anruf.“ Der BDR hat zehn Fahrerinnen vornominiert, von denen acht starten dürfen. Über die EM-Strecke in München hat sich Franziska Brauße (GB-Foto: gb) bereits informiert: „Das ist ein flacher Kurs, der mir liegen wird. Wenn ich starten darf, kann ich da der Mannschaft bestimmt gut helfen.“

Ebenfalls für die Bahnwettbewerbe nominiert wurde der für Turbine Erfurt startende Altdorfer Marc Jurczyk. Er ist einer von fünf sogenannten Kurzzeit-Athleten mit denen der BDR die Disziplinen Sprint, Teamsprint, Keirin und 1000-Meter-Zeitfahren besetzen will.

Franziska Brauße

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Erstellt:
01.08.2022, 00:00 Uhr