„Gäubote“-Familien-Tour: Klettern und Abenteuer aller Art
„Gäubote“-Familien-Tour: Der Hochseilgarten auf dem Nagolder Eisberg bietet Abenteuer in schwindelerregender Höhe. Und es gibt noch viele weitere spannende Attraktionen auf dem Gelände. Heute werden dafür Karten verlost.
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Spaß und Action warten im Hochseilgarten Nagold. GB-Foto: gb
Die sagenhafte Aussicht reicht bis zum Horizont, wenn man – angeleint im sicheren Klettergurt – auf der Plattform in 20 Metern Höhe steht. Was könnte dem Gefühl näherkommen, frei wie ein fliegender Vogel zu sein, als die rasante Fahrt mit der längsten Seilbahn des Nagolder Hochseilgartens? Bis zur nächsten Plattform ist es so weit, dass man sie anfangs kaum sehen kann. Der Aufstieg nach oben lohnt sich also für den anschließenden Spaß. Da haben sich die Konstrukteure zusammen mit dem Betreiber des Hochseilgartens, Lukas Kontny, ordentlich etwas einfallen lassen. Ihn nennen übrigens alle nur „Luke“. Auf dem Abenteuer-Gelände auf dem Eisberg geht es locker und familiär zu. Das bekommen auch die Besucher zu spüren, die von gut gelauntem Personal fachkundig eingewiesen werden, bevor sie sich nach Herzenslust ins Klettererlebnis stürzen können.
Für jeden ist etwas dabei
Die Megaseilbahn bietet insgesamt bis zu 200 Meter Einzelflug und 650 Meter auf mehrere Abschnitte verteilt. Doch neben zwei Seilbahn-Parcours warten auch noch sieben Kletterparcours in verschiedenen Schwierigkeitsgraden auf die Besucher. Manche davon bieten einfach Spaß, andere erfordern ein wenig Geschicklichkeit, während die nächsten echten Nervenkitzel zu bieten haben. Es gibt zum Beispiel eine Station, bei der die Besucher aus schwindelerregender Höhe von einer Plattform springen und in einem Netz landen, das sie hochklettern können. Auf manchen Strecken ist Balance gefragt, auf anderen wird gehangelt oder durch Holzröhren gekrabbelt. Die Besucher müssen jedoch nicht unbedingt zu sportlichen Höchstleistungen fähig sein. Schon Kinder ab sechs Jahren kommen auf ihre Kosten. Lediglich zwei Parcoursstrecken haben eine höhere Altersbeschränkung. Die rote Strecke ist ab zwölf, die schwarze Route für alle ab 14 Jahren. Die beiden seien recht anspruchsvoll. „Die Schwarze ist auch zu schaffen“, sagt Luke, „aber man muss dafür recht sportlich sein.“
Bevor es in die Höhe geht, werden die Besucher angeleitet durch einen Übungsparcours geschickt, bis jeder weiß, in welcher Reihenfolge die Karabinerhaken ein- und ausgehängt werden. Schwierig ist es nicht, man kann so gut wie nichts falsch machen. Das schätzt Luke an dem System. „Bei dem intelligenten, ausgefeilten Sicherungssystem ist es nicht möglich, beide Karabiner gleichzeitig zu öffnen. Man ist also permanent mit mindestens einem eingehängt, bis man sich am Boden in einer speziellen Aushängvorrichtung wieder vom Seil abschnallen kann.“ Das sei das Modernste, was es auf dem Markt gebe.
Alleine klettern dürfen Jugendliche inzwischen ab zwölf Jahren. Hier wurde das Alter heruntergesetzt. „Wir haben gemerkt, dass die Erwachsenen das ihren Kindern schon ab diesem Alter zutrauen. Auf diesen Besucherwunsch haben wir dann reagiert und uns damit außerdem an die meisten anderen Hochseilgärten in der Umgebung angepasst“, erklärt der Betreiber.
Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gibt es in der Anlage übrigens reichlich. Da ist nicht nur der Hochseilgarten, auch Bogenschießen, Fitnesstraining, Axtwerfen, Arrow-Tag – eine Mischung aus Bogenschießen, Völkerball und Paintball – und sogar Survivalangebote sind hoch im Kurs. Und was Letztere betrifft, geht jetzt sogar noch eine ordentliche Stufe mehr: Neuerdings ist es möglich, eine ganze Ausbildung zum Outdoor-Guide zu machen. Dieses neue Angebot kommt nicht von ungefähr. Lukes große Leidenschaft ist das Survivaltraining in freier Natur. In der Wildnis überleben zu können und damit eine Fähigkeit zu haben, über die die meisten Menschen nicht verfügen, begeistert ihn. Sie bedeutet Freiheit, Unabhängigkeit und nicht zuletzt: Abenteuer. „Wir haben dieses Jahr in Kooperation mit einer Partnerin eine Wildwork-Outdoor-Akademie gegründet“, verrät der begeisterte Überlebenskünstler. „Ich arbeite mit Christiane Herzog von der Akademie für Outdoor und Gesundheitssport zusammen. Sie bringt langjährige Erfahrung im Bereich der Outdoorguideausbildung mit. Wir bieten ein breites Programm für Interessierte an, die selbst beruflich in diesem Bereich tätig werden wollen.“ Vermittelt werden die Grundfertigkeiten, die es braucht, um abseits der Zivilisation alleine klarzukommen. „Im freien übernachten, Knotentechniken, Erste-Hilfe, Orientierungsmöglichkeiten in freier Natur, Lagerfeuer entzünden“, zählt Luke auf, „das gehört alles dazu. Und noch viel mehr.“ Im Vergleich sei der klassische Survivalkurs im Grunde das Hineinschnuppern. Der auszubildende Outdoor-Guide dagegen absolviert mehr als 30 Trainingstage auf hohem Niveau. „Da beschäftigen wir uns zum Beispiel nicht nur eine halbe Stunde mit dem Lesen von Karten, sondern ganze vier Tage lang. Wir steigen viel tiefer in die Materie ein.“ Die Ausbildung werde gekrönt durch eine Abschlussübung: Eine Woche schlagen sich die Lehrlinge am Ende im Ausland in der wilden Natur durch, bevor sie ihre Zertifikate bekommen. Auch sei es möglich, mehrtägige speziellere Module zu belegen, die sich zum Beispiel nur mit Trekking oder dem offenen Gewässer beschäftigen. „Das Basecamp der Ausbildung ist hier im Hochseilgarten“, erklärt der Betreiber. „Aber wir gehen auch in den Außenbereich, zum Teil sogar weiter weg, bis nach Frankreich.“ Wer Interesse habe, könne sich noch anmelden. „Ausbildungsbeginn für das Basismodul ist im September.“ Es sei übrigens nicht unbedingt nötig, direkt die gesamte Ausbildung zu buchen, wenn man als Einsteiger zuerst hineinschnuppern möchte oder sich nur für bestimmte Nischen interessiert. „Möglich macht das unser modularer Aufbau, der einerseits das Angebot für viele öffnet und andererseits individuelle Schwerpunkte zulässt.“
Die Öffnungszeiten sind in den Sommerferien am Dienstag von 12.30 bis 18.30 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 12 bis 18.30 Uhr und von Freitag bis Sonntag von 11 bis 18.30 Uhr. Außerhalb der Ferien ist der Hochseilgarten unter der Woche auf Anfrage oder online buchen, Samstag und Sonntag ab 12 Uhr geöffnet. Wer online bucht, sieht immer die aktuellen Öffnungszeiten, die nach Wetterlage variieren können. Der Hochseilgarten geht nicht in die Winterpause, er orientiert sich stets an der Wetterlage. -kfu-
Heute verlost der „Gäubote“ Karten für den Hochseilgarten. Was muss man dafür tun? Auf der „Gäubote“-Homepage unter www. gaeubote.de die Verlosung aufsuchen und das Teilnahmeformular losschicken. Die Gewinner werden von der „Gäubote“-Redaktion per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
