„Gäubote“-Familien-Tour: Von der Kriminalistik bis in den Weltraum
„Gäubote“-Familien-Tour: Das Mannheimer Technomuseum hat in diesem Jahr die Landesausstellungen „Crime“ und „Der Kosmos“im Programm. Für die 1990 eröffnete Einrichtung gibt es heute Eintrittskarten zu gewinnen.
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Wie Geheimagenten in einem Heist-Film können sich die Besucher durch ein Gewirr von Laserstrahlen winden – am besten ohne dabei Alarm auszulösen.GB-Foto: Technomuseum
Gleich zwei Landesausstellungen zeigt das Technomuseum Mannheim in dieser Saison. Während „Crime – Die Technik des Verbrechens“ Kriminaltechnik und menschliche Abgründe ins Fadenkreuz nimmt, geht bei „Der Kosmos – Wie Sterne die Welt erklären“ der Blick sowohl ins All als auch ins Innerste der Materie.
„Crime – Die Technik des Verbrechens“ ist seit 25. Juni und noch bis zum 27. Juni 2027 zu sehen. Kriminalität ist überall, das ist bei dieser Ausstellung Programm. Die Schau besteht aus zehn Stationen, die über das gesamte Haus und sechs Stockwerke verteilt sind. Sie verbindet Kriminal- mit Kulturgeschichte. Um Verbrechen zu begehen und um Kriminellen auf die Spur zu kommen, werden damals wie heute Techniken und Verfahren eingesetzt, die den aktuellen technisch-naturwissenschaftlichen Entwicklungsstand ihrer Zeit widerspiegeln – DNA-Analysen, Phantombilder, Computer-Hacks oder Deep Fakes. Zu sehen sind Objekte wie zum Beispiel ein Videospektralkomparator zur Prüfung von Unterschriften, ein gesprengter Geldautomat oder ein Harry Potter-Band Nr. 14 auf Chinesisch, den J. K. Rowling so nicht geschrieben hat.
Bei einer Rallye kann man alle Stationen ablaufen, verschiedene Aufgaben lösen und am Ende einen kleinen Preis ergattern. Große wie kleine Besucherinnen und Besucher können dabei unter anderem Codes an einem Nachbau der Enigma-Verschlüsselung knacken, Fingerabdrücke vergleichen, sich selbst mit einem „Mug Shot“ verewigen oder sich wie ein Meisterdieb im Lasertunnel bewegen, den Strahlen ausweichen, die den Alarm auslösen und zum Tresor mit dem Schatz gelangen.
„Der Kosmos – Wie Sterne die Welt erklären“ ist ab 20. November bis 25. Juli 2027 zu sehen. Die Astronomie ist eine der ältesten Wissenschaften der Menschheit und eignet sich deshalb besonders gut, um zu erklären, was Wissenschaft überhaupt ist, wie sie funktioniert und warum sie so spannend ist. Mit zahlreichen Objekten und interaktiven Stationen wird die Geschichte der Sternenbeobachtung von der Zeit der Aufklärung bis heute greifbar, gleichzeitig können die Besucherinnen und Besucher selbst zu Tüftlern und Forscherinnen werden. So lassen sich wissenschaftliche Methoden eigenhändig ausprobieren, aber auch bedeutende Versuchsanordnungen aus der Wissenschaftsgeschichte wie etwa die Fallrinne von Galileo Galilei zur Untersuchung der Schwerkraft, oder der Doppelspaltversuch von Thomas Young, mit dem sich die Wellennatur des Lichts nachweisen lässt. Ein Highlight ist das mehrere Meter breite, mechanische Decken-Planetarium, das die Besuchenden selbst in Bewegung versetzen können.
Kern der Schau sind die historischen Instrumente der Mannheimer Sternwarte aus dem 18. Jahrhundert, von der Taschen-Sonnenuhr über Himmelsgloben und Teleskope bis hin zu einem knapp drei Meter langen und 500 Kilo schweren Mauerquadranten, der zur Berechnung von Sternpositionen eingesetzt wurde. Modelle des James-Webb-Weltraumteleskops oder des geplanten Satellitenprojekts LISA zur Messung von Gravitationswellen geben Einblicke in die aktuelle Forschung. Täglich nutzen wir schließlich Entdeckungen aus der Weltraumforschung, etwa Sonnenbrillen, Rauchmelder oder Klettverschlüsse.
Heute verlost der „Gäubote“ Karten für das Technomuseum Mannheim. Was muss man dafür tun? Auf der „Gäubote“-Homepage unter www.gaeubote.de die Verlosung aufsuchen und das Teilnahme-Formular vollständig ausgefüllt losschicken. Die Gewinner werden von der „Gäubote“-Redaktion per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Das Technomuseum wurde 1990 eröffnet und zählt zu den größten Technikmuseen in Deutschland. Das Haus zieht im Schnitt 160 000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr an, vor allem Familien und Schulklassen.
www.Technomuseum.de.
