Jettingen investiert elf Millionen Euro in die Gemeinschaftsschule

Gebäude ist saniert und erweitert

Uwe Priestersbach

Auch im Außenbereich bieten sich der Gemeinschaftsschule nun viel mehr Möglichkeiten GB-Fotos: Vecsey

Auch im Außenbereich bieten sich der Gemeinschaftsschule nun viel mehr Möglichkeiten GB-Fotos: Vecsey

Von einem „gelungenen Abschluss“ spricht Bürgermeister Hans Michael Burkhardt: Vier Jahre nach dem Spatenstich ist die Sanierung und Erweiterung der Jettinger Gemeinschaftsschule praktisch abgeschlossen. Elf Millionen Euro wurden investiert – und die Arbeiten erfolgten im laufenden Schulbetrieb.

Grund zur Freude also. Doch auf eine rauschende Einweihungsfeier müssen alle Beteiligten in Corona-Zeiten noch verzichten – und der Bürgermeister betont: „Das ist momentan extrem schwierig und wir müssen auf Sicht fahren.“ Allerdings steht im kommenden Jahr das 50-jährige Bestehen des Schulkomplexes im Kalender. Wenn es die Verhältnisse bis dahin zulassen, sollen 2021 die Einweihung und das Schuljubiläum gemeinsam gefeiert werden.

„Bildung bringt die besten Zinsen“, erklärte Bürgermeister Burkhardt bei einem Rundgang durch die komplett sanierte und erweiterte Jettinger Gemeinschaftsschule. Gleichzeitig sprach der Rathaus-Chef von der größten Investitionsmaßnahme in der Geschichte Jettingens, die jetzt zu einem gelungenen Abschluss gebracht wurde. Sieben Millionen Euro flossen in den Hochbau, rund eine Million Euro in die Ausstattung und drei Millionen Euro in den Außenbereich. 3,5 Millionen Euro werden als Zuschüsse auf der Einnahmenseite erwartet. Auf einer Bestandsfläche von etwa 3000 Quadratmetern erfolgte die Sanierung, während 1350 Quadratmeter Fläche im Neubaubereich geschaffen wurden.

„Da hat schon Mut dazu gehört“, lobt Burkhardt die Weitsicht des Gemeinderats, der das Projekt mit einstimmigen Beschlüssen auf den Weg gebracht hatte – und das in einer Zeit, als es in der Schullandschaft viele Unsicherheiten gab. Dass der Mut sich ausgezahlt hat, zeigen die Zahlen. So ist jetzt ein attraktiver Schulstandort entstanden, der von über 300 Schülern besucht wird.

Als Besonderheit bezeichnet der Bürgermeister, dass die Gemeinschaftsschule in einer parkähnlichen Landschaft eingebettet sei, nachdem es in der neuen Ortsmitte viel Grünfläche gebe. Positiver Aspekt sei der Umstand, dass es gelungen ist, „die Schule sichtbar zu machen“. Gut geglückt sei der Außenbereich schon deshalb, weil künftig attraktive Bewegungselemente sowie eine Fahrradabstellanlage zur Verfügung stehen. Von Grund auf saniert präsentiert sich ebenfalls die Sportanlage – quasi als Multifunktionssportbereich, der für die Schule exklusiv zur Verfügung steht.

Schulleiter Dominic Brucker findet es richtig toll, dass die Schule nun über ein grünes Klassenzimmer verfügt. Denn gerade in der Gemeinschaftsschule „gibt es viele Elemente, die wir im Freien besser und entspannter umsetzen können“. Doch auch ansonsten zeigt sich der Schulleiter rundum zufrieden, zumal während der Bauphase noch viele Ideen eingeflossen waren. Das sieht man auch in der Mensa, mit der man sich als Ganztagsschule gut aufgestellt hat – und die ganz nebenbei einer der größten Veranstaltungsräume in der Gemeinde ist. Stolz ist man darauf, dass für die Mensa täglich frisch gekocht wird – und das Tommi Strohäker mit seinem Team für regionale und vollwertige Kost sorgen, was für Schulmensen nicht selbstverständlich ist.

Weitere Highlights sind das Schülercafé, die geplante Schulbücherei und die neuen Fachräume für Werken, Technik und eben die naturwissenschaftlichen Fächer. Aber auch der Digitalpakt kommt für die Gemeinschaftsschule zum richtigen Zeitpunkt, nachdem das WLAN bereits realisiert ist. Ab der siebten Klasse sollen alle Schüler bald über iPads verfügen – und mit neuen 3-D-Druckern will man die Schüler an Zukunftstechnologien heranführen. „Da wurde in den letzten Jahren an den richtigen Stellen investiert – und wir sehen uns für die Zukunft gut aufgestellt“, erklärt der Schulleiter.

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Gebäude ist saniert und erweitert

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Wie Architekt Michael Schrottwieser ergänzte, waren daneben die Sicherheit und der Brandschutz ein „Riesenthema“. So wurde eine neue Brandmeldeanlage installiert, und mit Blick auf den zweiten Fluchtweg betont der Architekt: Im Ernstfall kann jedes Kind „sicher flüchten“. Zudem sei das komplette Schulgelände jetzt barrierefrei, so Schrottwieser mit Blick auf das Thema Inklusion. Über 40 Firmen waren in den letzten vier Jahren auf der Baustelle im Einsatz, wobei der Architekt unterstreicht: „Alle haben gut mitgezogen – und hier wurde vom Rohbau bis hin zu den Außenanlagen gute Arbeit geleistet.“ UWE PRIESTERSBACH

Hell ist es im Treppenhaus der Gemeinschaftsschule

Hell ist es im Treppenhaus der Gemeinschaftsschule

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Erstellt:
7. Oktober 2020, 17:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 00sec

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