Gefährlicher Eingriff in Bahnverkehr in Herrenberg
Herrenberg: Bundespolizei sucht Zeugen zu Vorfall am 1. Mai.
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Die Bundespolizei ermitteln zu dem Eingriff in den Bahnverkehr vergangenen Freitag. GB-Foto (Symbolbild): SDMG/Dettenmeyer
Zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr und weiteren Straftaten ist es am vergangenen Freitag, 1. Mai, am Bahnhof in Herrenberg gekommen. Ersten Erkenntnissen zufolge bemerkte der Lokführer einer einfahrenden S-Bahn der Linie S1 gegen 15.15 Uhr eine bislang unbekannte männliche Person, die über die Gleise lief. Daraufhin gab der Lokführer wohl einen Achtungspfiff ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Der Tatverdächtige soll anschließend in eine abfahrbereite S-Bahn auf Gleis 2 gestiegen sein. Der Lokführer dieser Bahn weigerte sich aufgrund der Gleisüberschreitung offenbar, den Unbekannten zu befördern. Er verwies ihn daher des Zuges. Nachdem er der Aufforderung nicht nachkam, soll der Verdächtige den 53-jährigen Lokführer bedroht und beleidigt haben und im Anschluss, noch vor dem Eintreffen der alarmierten Landes- und Bundespolizei, in unbekannte Richtung geflüchtet sein. Hierbei vergaß der Unbekannte seinen Rucksack, in dem sich Betäubungsmittel befanden, in der Bahn.
Der mutmaßliche Täter mit südländischem Erscheinungsbild wird auf etwa 25 Jahre alt und auf eine Größe von circa 170 Zentimeter geschätzt. Er wird weiterhin mit schwarzen Locken und Kinnbart beschrieben. Zur Tatzeit soll er ein lilafarbenes T-Shirt, eine kurze schwarze Hose sowie ein schwarzes Basecap mit einem aufgedruckten „N“ getragen haben. Die zuständige Bundespolizei sucht in diesem Zusammenhang nunmehr nach Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Täter geben können. Sie werden entsprechend gebeten, sich unter der Telefonnummer (07 11) 5 50 49 10 20 oder per E-Mail an bpoli.stuttgart.oea@polizei.bund.de mit ihr in Verbindung zu setzen, heißt es in einem Polizeibericht. -pb-