Graffiti-Sprüher leistet Widerstand

Tübingen: Polizeihund verletzte versehentlich einen Beamten.

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Ein 21-Jähriger hat auf dem Europaplatz am frühen Samstagmorgen gegen 3.15 Uhr heftigen Widerstand geleistet. Den polizeilichen Maßnahmen vorausgegangen war eine Graffiti-Schmiererei gegen 2.40 Uhr in der Mühlstraße, bei welcher der Beschuldigte mit zwei weiteren bislang unbekannten Tätern von Zeugen beobachtet worden war. Als Passanten die Sprayer zum Unterlassen aufforderten, wurden sie von dem Trio bedroht, so dass die Zeugen sich zurückzogen und eine Streife des kommunalen Ordnungs- und Vollzugsdienstes über den Sachverhalt informierten. Bei der Fahndung konnte der 21-Jährige von den Bediensteten des Ordnungsamtes am Europaplatz angetroffen werden. Bei der Kontrolle zusammen mit der ebenfalls verständigten Polizei konnten Beweismittel bei ihm aufgefunden und beschlagnahmt werden. Im Anschluss sprachen die Beamten einen Platzverweis aus.

Kurze Zeit später konnte er dennoch wieder auf dem Europaplatz gesichtet werden. An den sich aggressiv verhaltenden und in Richtung der Beamten pöbelnden Täter, der zwischenzeitlich in Begleitung von zwei Freunden im Alter von 20 und 22 Jahren war, wurde mit zwei Streifenwagenbesatzung herangetreten. Nach Erklärung der Ingewahrsamnahme beleidigte der Festgenommene die Polizisten und ging zusammen mit seinem 20-jährigen Begleiter drohend auf die Beamten zu. Daraufhin wurde er mit Hilfe eines Polizeihundes gestoppt, im Anschluss zu Boden gebracht und geschlossen. Da der 20-Jährige die Maßnahme verhindern wollte, wurde er ebenfalls festgenommen. Hierbei schlug er einem 23-jährigen Beamten gegen den Kopf, der hierdurch nicht verletzt wurde. Der 21-Jährige und sein 20-jähriger Freund mussten die Nacht in einer Gewahrsamszelle verbringen. Unbeabsichtigt verletzte der Polizeihund einen 31-jährigen Beamten, der seinen Dienst daraufhin nicht fortsetzen konnte. Inwieweit die neben dem 21-Jährigen angetroffenen Personen im Zusammenhang mit der Graffiti-Schmiererei in der Mühlstraße stehen, ist Gegenstand der Ermittlungen. -pb-

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Erstellt:
18.01.2026, 21:26 Uhr