Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Großbrand in Vergärungsanlage

Ein Brand in einer Kompostieranlage in Leonberg hat einen hohen Sachschaden in Millionenhöhe verursacht.

Großbrand in Vergärungsanlage

Das Anlagengebäude brannte kontrolliert ab GB-Foto: SDMG/Dettenmeyer

Kurz vor 2 Uhr teilten mehrere Anrufer sowohl der integrierten Leitstelle des Landkreises Böblingen als auch dem Polizeipräsidium Ludwigsburg Feuerschein und eine Rauchsäule ausgehend aus dem Bereich einer nahe der B8 und der Landesstraße 1188 (Glemseckstraße) gelegenen Kompostieranlage mit, die vom Landkreis Böblingen betrieben wird. Dort werden Bioabfälle zu Gas vergoren. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Biomülllager- und Verarbeitungshalle zum Teil in Vollbrand. Am und in dem betroffenen Anlagengebäude gibt es mehrere Gastanks und Silos, die teils im Verlauf des Brandes explodierten. Das Anlagengebäude brannte kontrolliert ab. Die Löscharbeiten dienten auch dazu, weitere Explosionen insbesondere eines Methangastanks/-Silos zu verhindern. Sicherheitszonen wurden eingerichtet. Schädliche Gase wurden nicht gemessen. Für die angrenzende Bundesautobahn und die Umgebung bestand keine Gefährdung. Personen wurden nicht verletzt. Der Sachschaden dürfte in Millionenhöhe liegen.

Zur Brandursache können aktuell keine Aussagen getroffen werden, wie die Polizei mitteilt. Die Feuerwehren aus Leonberg, Höfingen, Weil der Stadt, Böblingen, Sindelfingen, Gärtringen unter der Einsatzleitung von Kreisbrandmeister Hecht sowie die Berufsfeuerwehr Stuttgart waren mit über 200 Einsatzkräften vor Ort. Als große Herausforderung stellte sich die Versorgung mit Löschwasser heraus, da die Anlage mitten im Wald gelegen ist. Zum Zwecke der Wasserversorgung wurde ein Pendelverkehr mit Großtanklöschfahrzeugen aus den umliegenden Landkreisen eingerichtet. Diese Fahrzeuge nahmen Wasser aus dem Leitungsnetz der umliegenden Gemeinden auf und transportierten es an die Einsatzstelle.

Der Rettungsdienst hat 26 Helfer und das Technische Hilfswerk drei weitere Einsatzkräfte zum Unglücksort entsandt. Vertreter des Landkreises Böblingen waren ebenfalls am Einsatzort. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg hat sechs Streifenbesatzungen eingesetzt. Desweiteren kam ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. -gb-

Zum Artikel

Erstellt:
11. September 2019, 09:28 Uhr
Aktualisiert:
11. September 2019, 09:28 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.