Handball ändert den Spielmodus

Zeitnehmertisch bei einem Handballspiel in Nebringen: Corona sorgt für eine verkürzte Hallenrunde Foto (Archiv): Schmidt

Zeitnehmertisch bei einem Handballspiel in Nebringen: Corona sorgt für eine verkürzte Hallenrunde Foto (Archiv): Schmidt

Handball – Die zweite Welle in der Corona-Pandemie hat auch Folgen für den Handballspielbetrieb in der Hallenrunde 2020/21. Beim anstehenden Verbandstag des Handballverbandes Württemberg (HVW) sollen die Delegierten über einen veränderten Spielmodus abstimmen.

Verschiedene Szenarien

Seit dem heutigen Freitagnachmittag sind die so genannten „Dringlichkeitsanträge“ zum virtuellen Verbandstag am kommenden Samstag, 28. November, öffentlich. Die Funktionäre auf Verbandsebene haben in dieser Woche getagt und verschiedene Szenarien erarbeitet, wie es im Januar weitergehen soll. Vorausgesetzt, die Zahlen der Corona-Pandemie geben eine Lockerung für den Amateursport ab Januar überhaupt her.

Nur noch einfache Runde

Der Hauptantrag der Spieltechniker sieht vor, im Männer- und Frauenbereich sowohl in den Verbands- und Landesligen als auch in den Spielklassen der acht Bezirke nur noch eine einfache Runde zu spielen. „Der Meisterschaftsbetrieb ist in der geplanten Form nicht mehr durchführbar“, lautet die Begründung. In der Variante 1 sollen die bereits ausgetragenen Spiele gewertet und die restlichen Spiele der Hinrunde gestrichen werden. Die bereits für die Rückrunde ab 16./17. Januar festgesetzten Termine sollen gespielt werden, aber nur die Partien, die noch nicht in der Vorrunde ausgetragen wurden. Somit käme jede Liga auf eine einfache Runde. Sollte die Corona-Pandemie auch im Frühjahr für Spielausfälle sorgen, kann die Runde bis 27. Juni verlängert werden.

Variante 3 schlägt Play-Offs vor

Sollte dieser Antrag von den Delegierten des Verbandstages nicht angenommen werden, kämen zwei „Hilfsanträge“ zur Abstimmung. Antrag Nummer zwei sieht dabei eine Annullierung der bisher ausgetragenen Partien vor und dass nur die eigentliche Rückrunde gespielt wird. Antrag Nummer drei sieht eine Neueinteilung der Ligen in Staffeln von sechs beziehungsweise sieben Teams vor. Nach Abschluss einer einfachen Runde werden so genannte Playoffs, also eine Auf- und Abstiegsrunde, gespielt.

Jugend: Nur noch Freundschaftsspiele

In der Jugend wird vorgeschlagen, die noch ausstehenden Spieltermine auf Verbands- und Bezirksebene als „organisierte Freundschaftsspiele“ auszutragen, quasi als Vorbereitung auf die nach Ostern geplante Qualifikationsrunde.

BWOL: Entscheidung nächste Woche

Wie es dagegen in der Spielklasse der Baden-Württemberg-Oberliga (BWOL) der Frauen und Männer weitergehen soll, ist noch nicht spruchreif. Johannes Kern, Vorsitzender des Landesausschusses Spieltechnik meinte gestern auf Anfrage des „Gäubote“: „Wir warten die Beschlüsse der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Mittwoch ab.“

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Erstellt:
20. November 2020, 17:21 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 08sec

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