Immer kiloweise Nüsse abgeworfen

In einem Obstbaumgütle bei Hildrizhausen tobte kürzlich der Vandalismus. Besitzer Peter Braitmaier ist immer noch schockiert von der rohen Gewalt der Täter, die auf seinem Grundstück einen fünf Jahre alten Nussbaum umsägten – und ihn sogar mitnahmen.

Die malträtierte Rinde des beschädigten Nussbaums GB-Foto: gb

Die malträtierte Rinde des beschädigten Nussbaums GB-Foto: gb

Ein älterer Nussbaum, der 25 Jahre alt ist, wurde mittels Axthieben schwer beschädigt. Beim Nachbar in der Obstbaumwiese wurde ebenfalls ein Baum gestohlen, berichtet Peter Braitmaier gegenüber dem „Gäubote“. Er gab die Sachbeschädigung und den Diebstahl an den zuständigen Polizeiposten in Holzgerlingen weiter. Hier dauern die Ermittlungen derzeit an, es gibt aber wohl keine konkreten Ermittlungsansätze und auch keinen Tatverdacht, lässt die Pressestelle des Polizeipräsidiums Ludwigsburg wissen.

Immer wieder Diebstähle
von den Holzstößen

Umso schlimmer für den geschädigten Baumbesitzer. Peter Braitmaier erinnert sich noch, als er und seine Frau den Schaden entdeckten. Als sie an ihr Grundstück heranfuhren, habe seine Frau sofort gesagt, „hier fehlt ein Baum.“ Dann habe er den Schaden in Augenschein genommen. Schade sei, dass beide Nussbäume immer toll getragen hätten, und es stets kiloweise Nüsse gab, auch an dem jüngeren Baum, der gefällt wurde. Der große, ältere Nussbaum trug jährlich rund 30 Kilogramm Nüsse, die seien kleiner gewesen als die des gefällten jüngeren Baumes. Auch dieser bescherte den Braitmaiers immer eine gute Ernte, „die Nüsse waren sehr groß, und fünf Kilogramm waren es immer.“

Den beschädigten, älteren Nussbaum hat Braitmaier mit Wundharz behandelt und sich viel Mühe gegeben, dass der Baum nicht abstirbt. „Ich weiß aber nicht, ob ich ihn durchbringe, er ist stark beschädigt. Der Täter muss ihn richtig malträtiert haben“, sagt Peter Braitmaier etwas resigniert. Er weiß nicht, was die Täter mit dem gestohlenen Nussbaum gemacht haben – vielleicht Bretter gesägt oder zum Holzmachen für einen Kamin oder eine Feuerstelle. Auffallend sei, so Braitmaier, dass in der Gegend viel Holz auch zum Verbrennen gelagert sei. Von den Holzstößen werde immer wieder Holz gestohlen. Peter Braitmaier weiß sogar, dass im Remstal ein Feuerteufel Holzstöße sogar angezündet hat. „Ich hoffe, dass dies hier niemals passiert“, sagt er. Und glaubt, dass die Taten auf seinem Grundstück von jüngeren Leuten begangen wurden – „manche kommen auf dumme Gedanken“. Der ältere Baum wurde von Peter Braitmaiers Schwiegervater gepflanzt, der jüngere von Braitmaier selber. „Aber mein Schwiegervater grübelt immer noch wegen der Bäume, er kann die Vandalismus-Taten einfach nicht fassen.“ Peter Braitmaier glaubt, dass es schwierig wird, die Täter zu fassen, „das wird wohl nie herauskommen, wer dahintersteckt“. Der fünfjährige Nussbaum war rund drei Meter hoch, er wurde abgesägt und entwendet. Da beide Bäume nicht versichert waren, bleibt Braitmaier wohl auf dem Schaden sitzen.

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Erstellt:
26. Juni 2020, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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