In Herrenberg: Doch keine 24-Stunden-Notfallversorgung am Krankenhaus

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Medizinisches Versorgungszentrum – Krankenhaus Herrenberg 7 /2025 Foto: Schmidt

Medizinisches Versorgungszentrum – Krankenhaus Herrenberg 7 /2025 Foto: Schmidt

Herrenberg – Anders als im Medizinkonzept für den Klinikverbund Südwest 2023 beschlossen, wird es am Standort Herrenberg künftig keine 24-Stunden-Notfallversorgung mehr geben. Auch die geplante Palliativstation mit 20 Betten wird nicht verwirklicht, sie kommt ins neue Flugfeldklinikum. Dies gaben am Freitagmorgen Landrat Roland Bernhard und Klinikverbundschef Alexander Schmidkte bekannt. Der Aufsichtsrat hatte im Sommer die Geschäftsführung beauftragt, die betriebliche Umsetzung des Medizinkonzepts zu prüfen. In der jüngsten Sitzung am gestrigen Donnerstag wurden nun die Ergebnisse präsentiert und beschlossen. Für Herrenberg soll ab dem zweiten Quartal ein integriertes Gesundheitszentrum (IGZ) aufgebaut werden. Die Klinik selbst verliert ihren Status als Krankenhaus. Das integrierte Gesundheitszentrum in Herrenberg wird künftig umfassen:

- 40 Betten der internistischen und allgemeinmedizinischen Basisversorgung inklusive 4-6 Betten der stationären Palliativversorgung.

- Ein ambulantes OP-Zentrum für den Gesamtverbund

- Geriatrische Rehabilitation (30 Betten; bevorzugt in Kooperation)

- Kurzzeitpflege (30 Betten; Kooperation vorgesehen)

- Breites ambulantes Angebot und MVZ-Strukturen

Die 2023 vorgesehene 24/7-Notaufnahme könne aufgrund der neuen bundesrechtlichen Vorgaben, des Wegfalls der KV-Notfallpraxis und der personellen Rahmenbedingungen nicht mehr umgesetzt werden, heißt es hierzu. Stattdessen wird eine tagesambulante Notfallversorgung eingerichtet – mit klaren Zuweisungswegen über Rettungsdienst und Leitstelle, der erweiterten Rettungswache vor Ort mit einem zusätzlichen Rettungswagen sowie enger Anbindung an die stationären Notaufnahmen in Nagold und im Flugfeldklinikum.

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Erstellt:
28.11.2025, 13:11 Uhr