Kayh bekommt die neue Kindertagesstätte

Von Jochen Stumpf

Für 3,2 Millionen Euro baut die Stadt Herrenberg in Kayh eine neue Kindertagesstätte. Der Gemeinderat folgte damit dem Wunsch des Ortschaftsrats und verwarf schnell wieder den Gedanken, den Kita-Neubau mit dem einer neuen Grundschule zu verknüpfen.

Kayh bekommt die neue Kindertagesstätte

An der Mönchberger Straße bei der Grundschule soll die neue Kita gebaut werden GB-Foto: Holom

3,2 Millionen Euro statt 4,7 Millionen Euro und dazu keine Eingriffe in das bestehende Kayher Grundschulgebäude, obendrein ein schnelleres Verfahren – dem Herrenberger Gemeinderat fiel die Entscheidung eigentlich leicht für den Bau einer neuen Kindertagesstätte an der Mönchberger Straße. Der Ortschaftsrat hatte sich klar dafür ausgesprochen. Ein Einzug im September 2022 scheint so möglich.

Vorschlag würde füreine weitere Verzögerung sorgen

Ein Vorschlag von Thomas Deines, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, sorgte derweil noch einmal für Diskussionsstoff. „Ist das Thema heute Abend wirklich entscheidungsreif?“, fragte er. Auch wenn er wisse, dass dies in Kayh schwer vermittelbar sei, legte er nahe, die Gesamtentwicklung im Auge zu behalten: Schließlich kamen jüngst Gedanken im Kayher und Mönchberger Ortschaftsrat auf, gemeinsam eine neue Grundschule an der Grafenberghalle zu bauen (der „Gäubote“ berichtete). Warum nicht diesen Schulneubau mit dem der Kita verbinden? Doch von allen Seiten erntete der Freie Wähler Widerspruch. Ortsvorsteher Hermann Horrer erklärte, der Ortschaftsrat habe der günstigeren Variante zugestimmt, weil sie ein schlüssiges Konzept biete und Terminsicherheit bringe. 2018 begannen die Planungen. Eine neue Schule erscheine erst wegen neueren Untersuchungen als wirtschaftlich. „Ich sehe eine weitere Schleife in Kayh nicht vermittelbar, wir sind eh schon später dran. Ich plädiere dafür, die Planungen einzuhalten“, sagte Horrer. Johannes Roller, Leiter des städtischen Amts für Familie, Bildung und Soziales, sah zwar Synergien in Deines’ Vorschlag, „aber nicht so große, dass es sich lohnt, drei Jahre später erst die Kita zu haben“. Denn vor 2025/26 dürfte es keine neue Schule in Kayh geben, nimmt man den Neubau in Haslach als Maßstab. Horrer machte sich dafür stark, dass Kayh und Mönchberg sich zusammensetzen, um über eine gemeinsame neue Grundschule zu reden. „Aber wir werden keine weiteren drei Jahre auf die Kita warten. Das wären in Summe sieben Jahre.“

Da vier Büros punktgleich aus dem bisherigen Vergabeverfahren gekommen waren, schlug die Verwaltung das Los vor, um zu einer Vergabe der weiteren Planungen zu kommen. Losfee Petra Menzel zog das Büro Oliver Hess aus Gäufelden.