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Lena Günther gelingt eine perfekte Kür

Beim ersten German Masters der Saison in Murg haben Lena Günther (RV Nufringen) sowie die Duos Selina Marquardt/Helen Vordermeier (RV Oberjesingen/SK Stuttgart) und Patrick Tisch/Nina Stapf (RV Magstadt) ihre Tickets für die deutsche Meisterschaft im Oktober in Moers gelöst.

Lena Günther gelingt eine perfekte Kür

Lena Günther hat nach ihrer Verletzungspause ein ganz starkes Masters-Comeback gefeiert GB-Foto: Stoll

Auf einen Dreikampf um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Basel läuft es im Zweier der Frauen hinaus. Hatten in der ersten Runde Caroline Wurth/Sophie-Marie Nattmann (Gutach) mit 145,30 und neuer Bestleistung vor Lisa und Lena Bringsken (Böhl-Ingelheim/123,45) deutlich gewonnen, so drehten die Bringsken-Schwestern im abendlichen Finale den Spieß um. Sie legten 142,83 vor, während sich die beiden Frauen aus dem Schwarzwald mit 142,38 knapp geschlagen geben mussten. Die Überraschung waren Sarah von Querfurth/Janine Puls (Liemer RC). Das neu formierte Paar qualifizierte sich mit 118,78 Punkten für das Finale. Hier konnten sie nicht ganz an die Vorrunde anknüpfen.

Nur das B-Finale blieb für Selina Marquardt/Helen Vordermeier, die gleich zu Beginn mit 112,94 Punkten ein Streich-
ergebnis einfuhren. Bei der Lenkerstanddrehung standen beide auf dem Boden und bei den Kehrlenkersitzsteiger-Drehungen folgte ein weiterer Absteiger. „Am Ende fehlte uns die Zeit, alle Übungen innerhalb der Zeitvorgabe zu zeigen,“ so Selina Marquardt. „Das war definitiv ein Streicher.“ Es folgte die Analyse, warum es nicht passte. „Unser Fazit und was auch andere uns als Feedback gegeben haben: Wir sind zwar schön gefahren, aber zu vorsichtig“, so Helen Vordermeier. „Statt aktiv auf die Übung zuzufahren, haben wir eher gewartet bis was passiert. Das müssen wir ändern.“

Gesagt getan und im B-Finale zeigten sie mit 132,99 ihr Können. „Wir hatten nur beim Reitsitz-Handstand einen 100-prozentigen Abzug, sind aber dennoch sehr zufrieden“, so das Fazit. „Es ist zudem eine neue Bestleistung für uns. Für das nächste Masters in zwei Wochen in Biberach wissen wir jetzt , wie wir die Sache angehen. Von daher ein sehr aufschlussreicher Tag mit einer großen Steigerung.“ Ihr DM-Ticket haben die beiden Sportlerinnen mit ihrem Abschneiden bereits in der Tasche.

31 Athletinnen gingen im Einer-Wettbewerb der Frauen an den Start. In dieser Disziplin gab es einige Überraschungen. Nur eine konnte komplett überzeugen: Die neue Weltrekordhalterin Milena Slupina. Den Rekord stellte sie mit 195,35 Punkten in der Vorrunde auf und zeigte im Finale mit 193,56 nochmals eine klasse Leistung. Europameisterin Viola Brand (Unterweissach) musste in Runde eins den Lenkerhandstand abbrechen und verfehlte im Finale den Lenker beim Mautesprung. 182,25 und 174,44 Punkte fuhr sie aus. Dritte im Bunde auf dem Podium war Maren Haase (Hoffnungsthal) mit 179,6 und 170,93 Punkten, auch sie ist eine WM-Kandidatin.

Dahinter lauern Lara Füller (Poppenweiler) und Lena Günther (Nufringen). Sie verfehlten mit 179,21 und 177,94 knapp die Finalteilnahme. Lena Günther konnte nach ihrer sehr langen Krankheitspause fast nahtlos an ihre früheren Leistungen anknüpfen. Die Junioren-Europameisterin der Jahre 2014, 2015 und 2016 fuhr eine perfekte Kür. 183,10 hatte sie eingereicht. Mit 177,94 und neuer persönlicher Bestleistung ging sie von der Fläche. Am Ende machte sie einige Plätze gut und landete auf Platz fünf. Damit untermauerte sie ihre Anwartschaft auf einen B-Kader-Platz. Aber dazu müssen weitere gute Ergebnisse folgen. „Es ist für mich heute super gelaufen,“ meinte sie freudestrahlend. „Das Ziel DM-Qualifikation habe ich erreicht. Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden.“

Als weitere Starterin des RV Nufringen war Jessica Singer am Start. Ihre Aussichten auf einen DM-Startplatz waren in Murg gleich null. Nur die ersten acht konnten das Ticket beim ersten Masters lösen. Mit 152,6 Punkten ging sie an den Start. „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden“, so Singer. „Ich hatte einen Sturz bei der Kehrreitsitzsteigerdrehung und die sich anschließende Kehrreitsitzsteigerrunde rückwärts musste ich dann weglassen. Das war ein bisschen unnötig. Aber es war eine Steigerung zu den letzten Wettkämpfen.“ 129,75 Punkte bedeuteten am Ende Platz 22 für sie. Beim Deutschland-Cup am 28. September in Bad Soden besteht für sie die zweite Möglichkeit, eines der acht noch zu vergebenden DM-Tickets zu lösen.

In der offenen Klasse meldeten sich die Zweier-Weltmeister Serafin Schefold /Max Hanselmann (Öhringen) nach der Verletzungspause eindrucksvoll zurück. 164,95 Punkten in Runde eins und 158,80 im Finale, trotz eines Absteigers bei der Kehrlenkersitzsteigerdrehung, waren die beiden wieder eine Klasse für sich. Dahinter folgten Patrick Tisch/Nina Stapf (Magstadt/
151,78/147,9) und haben damit schon die DM-Teilnahme sicher. Ein gutes Comeback nach langer Verletzungspause zeigten die mehrfachen Weltmeister Andre und Benedikt Bugner (Klein-Winternheim). In der Vorrunde bremste sie ein schleichender Plattfuß nach 4:30 Minuten aus. 141,32 holten sie in der ersten Runde, im Finale gingen die Punkte nach dem Absteiger beim letzten Übergang auf 142,12 zurück.

Der Überflieger schlechthin war im Einer der Männer der dreifache Weltmeister Lukas Kohl (Kirchehrenbach). Hatte er vor einer Woche den Weltrekord auf 209,22 erhöht, so schraubte der diesen mit dem achtfach gezeigten Drehsprung in der Vorrunde auf 211,15 Punkte. Und im Finale zeigte Kohl den zehnfachen Drehsprung und holte 213,05 Punkte. Damit fuhr er mehr Punkte aus, als er aufgestellt hatte.

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Erstellt:
10. September 2019, 00:00 Uhr
Aktualisiert:
10. September 2019, 00:00 Uhr

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