In Altingen beginnt neue Zeitrechnung

Meilenstein für die Blaulichtfamilie

Zwischen symbolischem Spatenstich und offizieller Einweihung des neuen Rettungszentrums in Altingen sind rund 21 Monate ins Land gegangen. GB-Foto: Holom

Zwischen symbolischem Spatenstich und offizieller Einweihung des neuen Rettungszentrums in Altingen sind rund 21 Monate ins Land gegangen. GB-Foto: Holom

Mit dem Bezug der neuen Räume im Altinger Rettungszentrum endet eine lange Zeit der Provisorien für die Freiwillige Feuerwehr und das Rote Kreuz. Bereits vor beinahe zehn Jahren hatte die Unfallkasse das Feuerwehrhaus im Ort für nicht mehr vereinbar mit zeitgemäßen Standards erklärt, in Reusten war die Situation nicht besser. Die beiden bisher selbstständigen Abteilungen Altingen und Reusten der Freiwilligen Feuerwehr wurden nach der Entscheidung für einen Neubau zu der neuen Abteilung Ammerbuch West zusammengeführt.

Auch der Ammerbucher Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes benötigte dringend neue Unterbringungsmöglichkeiten für seine Fahrzeuge. Nach dem Verkauf des Bürgerhauses in Altingen waren sie dort nur noch vorübergehend geduldet. Und auch das alte Reustener Feuerwehrhaus fällt als Standort demnächst weg, weil es abgerissen werden soll.

Nach einer komplexen Standortsuche fällte der Ammerbucher Gemeinderat im Jahr 2023 die Entscheidung, auf der Fläche zwischen Römerstraße und Bahnlinie in Altingen ein neues Rettungszentrum zu bauen.
In diesem sollten sowohl Feuerwehr als auch DRK genügend Platz finden.

Im Januar 2025 war Spatenstich für den beeindruckenden Gebäuderiegel in Holzbauweise. Nun ist er pünktlich fertiggeworden und wird an diesem Wochenende offiziell der Öffentlichkeit präsentiert.

Rund sieben Millionen Euro hat die Gemeinde Ammerbuch investiert. Entworfen wurde das Gebäude vom Stuttgarter Büro „Drei Architekten“.

In dem 60 Meter langen, 18 Meter breiten und sechs Meter hohen Rettungszentrum findet eine Fahrzeughalle mit sechs Boxen Platz. Im Mittelteil schließen sich Funktionsräume für die Feuerwehrabteilung Ammerbuch West und das Rote Kreuz an. Dazu gehören variable, nach Geschlechtern getrennte Umkleiden, Büros, Technik- und Lagerbereiche. Am östlichen Ende bildet ein Saal mit verglaster Fassade und Platz für bis zu 200 Personen den Abschluss.

600 000 Euro Zuschuss aus dem Ausgleichsstock und 230 000 Euro aus der Feuerwehrförderung erhielt die Gemeinde. Die Investition in Höhe von rund 300 000 Euro für die Photovoltaikanlage auf dem Dach übernahmen die Gemeindewerke Ammerbuch.

Bereits jetzt sind sich die Beteiligten einig: Mit dem neuen Rettungszentrum haben die ehrenamtlich Engagierten von Feuerwehr und DRK endlich angemessene und zeitgemäße Räume für ihre wichtige Arbeit erhalten – und Altingen einen neuen Ort der Begegnung. Die warme Atmosphäre im Inneren des Gebäudes, das den Effizienzhaus-40-Standard erfüllt und sich durch umweltverträgliche Baustoffe auszeichnet, findet nach außen hin ihre Entsprechung in einer vertikalen Holzschalung, die den Gesamteindruck prägt.

Mit einem Festwochenende am Samstag, 19. September, und Sonntag, 20. September, stellen die Nutzer ihr neues Domizil nun der Öffentlichkeit vor. Start ist am Samstag um 15 Uhr mit einem Festumzug. Um 20 Uhr steigt eine Party mit den „Lausbuba“, die sich selbst als „Oktoberfestband“ bezeichnen.

Am Sonntag gibt es einen Tag der offenen Tür mit Führungen durchs Rettungszentrum, Schauübungen von Jugendfeuerwehr (11 Uhr), Feuerwehr und DRK (13 Uhr) und DRK allein (15 Uhr). Um 10 Uhr beginnt das Programm mit einem Weißwurstfrühstück, den ganzen Tag über gibt es Spielangebote für Kinder wie Hüpfburg, Schminkstation, Schießbude und Bärenklinik.

Stephan Gokeler

Zwischen symbolischem Spatenstich und offizieller Einweihung des neuen Rettungszentrums in Altingen sind rund 21 Monate ins Land gegangen. GB-Foto: Holom

Zwischen symbolischem Spatenstich und offizieller Einweihung des neuen Rettungszentrums in Altingen sind rund 21 Monate ins Land gegangen. GB-Foto: Holom

Zwischen symbolischem Spatenstich und offizieller Einweihung des neuen Rettungszentrums in Altingen sind rund 21 Monate ins Land gegangen. GB-Foto: Holom

Zwischen symbolischem Spatenstich und offizieller Einweihung des neuen Rettungszentrums in Altingen sind rund 21 Monate ins Land gegangen. GB-Foto: Holom

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