Minister gibt Geld frei: Schlachthof Gärtringen kann saniert werden
Der Schlachthof in der Gärtringer Riedbrunnenstraße. GB-Foto (Archiv): Vecsey
Der Schlachthof in Gärtringen kann nach einem längeren Planungsprozess modernisiert werden, sodass er mit Wiederinbetriebnahme die Anforderungen für hohe Tierwohlstands erfüllen kann. „Der Umbau und die Wiederinbetriebnahme des Schlachthofs Gärtringen ist wichtig, um das Fortbestehen vieler landwirtschaftlicher Familienbetriebe sowie der heimischen Metzgereien in der Region zu erhalten und dauerhaft sicherzustellen“, betonte hierzu Peter Hauk Minister, für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz am Freitag in Stuttgart. Im Rahmen des Landesprogramms Förderung von regionalen Schlachthöfen bei Investitionen in eine Schlachtung nach Tierwohlkriterien kann vom Land Baden-Württemberg eine Förderung von 40 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 3,93 Millionen Euro ermöglicht werden. Diese Zusage des Landes wurde erstmals bereits im Dezember 2023 getroffen. Durch mehrfache Verzögerungen konnte bislang nicht mit dem Bau begonnen werden. Mit der Förderung des Landes ist die klare Vorgabe verbunden, dass der neu gestaltete Schlachthof in Gärtringen den gesetzten Kriterien, gerade auch hinsichtlich des Tierschutzes, entspricht. Wichtig ist es, dass die Umsetzung der Maßnahme nun schnellstmöglich beginnt, sodass der Schlachthof bald schon wieder seinen Betrieb aufnehmen kann“, sagte der Minister. Der Schlachthof Gärtringen ist seit September 2020 dauerhaft geschlossen. Die Schließung erfolgte nach einer Strafanzeige wegen Tierquälerei und Anordnungen durch das Böblinger Landratsamt.