Betriebe laden zum Aktionstag ein
Offene Türen im Oberndorfer Gewerbegebiet Leimengrüble
Im Gewerbegbiet Oberndorf präsentieren sich am Sonntag viele Firmen.GB-Foto
Der seit April 1974 der Stadt Rottenburg angegliederte Ortsteil Oberndorf mag unscheinbar zwischen dem Neckar- und dem Ammertal liegen, hier ansässige Firmen jedoch haben sich längst einen Namen in der Region und teils darüber hinaus gemacht. Wer sie sind und was sie können und bieten, das wollen sie am Sonntag, 19. April, von 11 bis 18 Uhr im Rahmen des Aktionstages „Offene Türen in Oberndorf“ zeigen.
Die Gewerbeschau im derzeit 1500 Seelen zählenden Oberndorf, das zwischen 1808 und 1938 zum Oberamt Herrenberg gehörte und von wo aus sich Wanderer gerne zu einem Ausflug zum Märchensee auf dem Pfaffenberg aufmachen, hat in der Vergangenheit bereits mehrfach stattgefunden, die letzte allerdings fiel wegen der Corona-Pandemie aus. Letztmals fand ein „Tag der offenen Türen“ 2018 statt. Höchste Zeit also, dachten sich einige der im Gewerbegebiet Leimengrüble ansässigen Firmen – meist inhabergeführte Familienbetriebe mit teils auch langer Tradition – und beschlossen, für dieses Frühjahr Nägel mit Köpfen zu machen. Mit dabei sind am Sonntag nun elf Betriebe, dazu rund zehn Gastfirmen und Partnerorganisationen. Im Rahmenprogramm wird es eine Reihe an Vorträgen geben, zahlreiche Angebote für Kinder sind vorgesehen, unter anderem eine Hüpfburg. Zwischen 12 und 16 Uhr ist zudem an allen Stationen der Zauberer Marko Ripperger unterwegs und wartet mit Tricks und Überraschungen auf. Um 14 Uhr wird er sich an der Wendeplatte mit einer interaktiven Familien-Zaubershow einfinden und dort eine magische Spielestation installieren. Für eine Bewirtung sorgen Oberndorfer Vereine.
Die wohl älteste Firma in Oberndorf ist Hartmann Reisen. 1946 wurde sie gegründet, erste Personentransporte erfolgten damals noch mit einem Lastwagen, auf dessen Ladefläche man Sitzbänke stellte. Heute umfasst der Fuhrpark rund zehn moderne Reisebusse – und zu welchen Zielen sie im Dienst von Vereinen und Gruppen unterwegs sind, darüber wird im Halbstundentakt in Kurzvorträgen informiert. Als Beispiel genannt seien Urlaubsreisen vom Ossiacher See bis Ostfriesland oder von Elba bis Finnland, Flusskreuzfahrten nach Belgien und die Niederlande sowie Radreisen.
Im westlich an den Oberndorfer Kreisverkehr angrenzenden Gebiet Leimengrüble sind vorwiegend Handwerksbetriebe ansässig. Die meisten von ihnen nahmen einstmals im Dorf und teils als Garagenfirmen ihren Betrieb auf, manche zogen vom benachbarten Wendelsheim, Reusten oder Poltringen zu. Zuletzt fand 2024 die Firma Storz Garten- und Landschaftsbau hier auch Platz für ihre Schaugärten. Auffällig viele Betriebe sind im Bereich von Heizungs-, Haus- und Klimatechnik zugange, darunter Ro-Bi-TEC, Höschle Haustechnik, CF Kälte- und Klimatechnik und schließlich Hartmann Energietechnik. Letztere wurde 1995 gegründet und bezog 2006 das „Sonnenzentrum“ im Leimengrüble 14, wo sie sich als Spezialist für Solarthemen etabliert hat. Sie bietet seit 25 Jahren zudem jeden dritten Samstag im Monat einen Spaziergang durch das Solardorf Oberndorf an, bei dem mehr als 30 verschiedene Projekte rund um die Themen Solarthermie, Photovoltaik, Heizen mit Sonne und Holz, Wärmepumpe und Wärmerückgewinnung besichtigt werden. Der nächste Solarspaziergang findet bereits diesen Samstag, 18. April, von 9 bis 12 Uhr statt. Am Sonntag geben sich bei Hartmann Energietechnik dann diverse Vortragsredner der Reihe nach das Mikro in die Hand. Unter anderem geht es um gute Gründe für einen Anschluss an das Oberndorfer Nahwärmenetz, um Elektromobilität und das Bauen mit Hanf. Alles in allem bietet der Ausflug zum „Tag der offenen Tür“ nach Oberndorf also eine Fülle spannender und informativer Themen.
Thomas Volkmann