Kommentar

Partner sein in der „einen Welt“

Dietmar Denner

Partner sein
in der „einen Welt“

Jedes Jahr ist es aufs Neue überwältigend, welche Hilfsbereitschaft die „Gäubote“-Leserinnen und -Leser an den Tag legen. Über 1,7 Millionen Euro haben sie in den vergangenen drei Jahrzehnten gespendet, um Menschen, die (oft persönlich unverschuldet) in Notlagen geraten sind, schnell und unbürokratisch finanziell unter die Arme zu greifen. Möglich macht dies die inzwischen traditionelle „Gäubote“-Weihnachtsaktion in Kooperation mit dem Arbeitskreis „Miteinander – Füreinander“.

Neben der Einzelfallhilfe gelang es den beiden Partnern, soziale und gesellschaftliche Projekte mit ins Leben zu rufen, die inzwischen nicht mehr wegzudenken sind. Zum Beispiel den Tafelladen des DRK oder die Schuldner- sowie die Tumorberatung im Haus der Diakonie.

An diesem ersten Adventswochenende beginnen wir wieder damit, die Spendentrommel zu rühren. „Eine Welt mit Zukunft“ ist das Ziel der aktuellen Aktion. Wir richten den Fokus auf Menschen, die in Afrika, Asien und Lateinamerika in bitterer Armut leben, kaum Zugang zu Bildung haben, von ärztlicher Betreuung nur träumen können und für ihre Arbeit schlecht entlohnt werden – sofern sie überhaupt einen Job finden. Verschärft hat sich diese Armut nicht zuletzt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Klimawandels, die südliche Länder in viel größerer Dramatik zu spüren bekommen als der reiche Norden. Um diese Armut zu lindern, um Hilfe zu leisten, die direkt ankommt, um den Betroffenen auf Augenhöhe zu begegnen und ihnen nicht mit Almosen zu begegnen, ihnen eine Perspektive zu geben, ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten zu können – genau da setzt das Engagement des Vereins „Partnerschaft Dritte Welt“ an. Er betreibt nicht nur den Weltladen, sondern hat ein breites Netzwerk zu eben seinen Partnern vor Ort gestrickt. Viele dieser Initiativen sind in Herrenberg und dem Oberen Gäu – sehr oft im kirchlichen Umfeld – erwachsen, werden von hier aus unterstützt. Gleichzeitig gilt es, den zeitaufwendigen ehrenamtlichen Einsatz der vielen Mitstreiter für eine faire Welt zu stärken und zu würdigen. Nur so kann es dieser Gruppe von Frauen und Männern – und uns allen – gelingen, über das Instrument des fairen Handels an einer gemeinsamen Zukunft dieser einen Welt zu arbeiten.

Deshalb: Bitte spenden Sie bei dieser „Gäubote“-Weihnachtsaktion. Ihre Spende steht für Solidarität. Denn Solidarität ist es, was die Menschen zusammenhält, ihnen Vertrauen schenkt und Hilfe ermöglicht. dietmar.denner@gaeubote.de

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Erstellt:
27. November 2021, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 11sec

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