Polizei nimmt Gold-Abholer fest
Kreis Calw: Ehepaar legte über eine Million in Online-Währung an.
Lesedauer: ca. 1min 41secFestgenommen wurden zwei Tatverdächtige, die bei einem Geschädigten, der bei Betrügern vermeintlich in Kryptowährung investiert hatte, 130 Unzen Gold abholen wollten. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wollte ein Ehepaar aus dem Raum Gechingen in digitale Währungen anlegen. Über eine Werbeanzeige in den sozialen Medien kamen sie in Kontakt zu angeblichen Vermittlern. Seit Oktober 2025 überwiesen die Geschädigten in mehreren Transaktionen über eine Million Euro auf verschiedene Konten, wie das Polizeipräsidium Pforzheim am gestrigen Mittwoch mitteilte.
Erst als die Internetseite, über die das Ehepaar seine vermeintlichen Investitionen verfolgen konnte, nicht mehr erreichbar war, erkannten die Beiden den Betrug. Da weiterhin Kontakt zu den Betrügern bestand, wurde ein Treffen vereinbart, bei dem den Tätern eine große Menge Gold in Aussicht gestellt wurde, um angebliche Anlagegebühren zu begleichen. Am Montag erschienen zwei Männer an der Wohnanschrift der Geschädigten, um das Gold abzuholen, und wurden durch Beamte der Kriminalpolizei Calw widerstandslos festgenommen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen erließ die zuständige Haftrichterin am Amtsgericht Tübingen Haftbefehle wegen des Verdachts des versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrugs und setzte diese in Vollzug. Der 44-Jährige mit ukrainischer Staatsangehörigkeit und der 34-Jährige mit polnischer Staatsangehörigkeit, die beide keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, befinden sich seither in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Calw und der Staatsanwaltschaft Tübingen dauern an. -pb-