Schmorgeruch führt zu Feuerwehreinsatz bei Netto in Kuppingen
Schmorgeruch führt zu Feuerwehreinsatz bei Netto
Kuppingen – Mit einem Großaufgebot rückte die Herrenberger Feuerwehr am Montagnachmittag nach Kuppingen aus, wo um 13.07 Uhr im Nettomarkt eine Rauchentwicklung gemeldet worden war. In Summe waren 63 Einsatzkräfte sowie die Führungsgruppe des Landkreises um Kreisbrandmeister Martin Amler zugegen. Weil es sich beim Einsatzort um eine Verkaufsstätte handelte, „haben wir ein hohes Einsatzstichwort gewählt“, erläutert Feuerwehrsprecher Tom Henschke. Konkret in diesem Fall „3BI“, was für die dritte Stufe eines innerörtlichen Brands steht. Der Nettomarkt war entsprechend evakuiert worden, zu Verletzten kam es aber nicht. „Es geht allen gut“, bestätigt Herrenbergs Kommandant Marvin Binder. Bei der Ankunft der Feuerwehr ließen sich sowohl im Laden- als auch im Büro- oder Lagerbereich „kein Rauch und kein Feuer feststellen“, sagt Tom Henschke. „Wir haben nur Geruch bemerkt“, sagt Marvin Binder. Folglich war ein Gerätewagen Messtechnik in Kuppingen: Da der Verdacht bestand, dass gefährliche Stoffe bei den Kühltheken ausgelaufen sein könnten, wurden Messungen durchgeführt. Noch während diese liefen, wurde der Einsatz in seiner Klassifizierung herabgestuft. „Aktuell geht man von einem Schmorbrand aus“, teilt Tom Henschke unterdessen mit, während abschließende Messvorgänge liefen, wobei auch Teile der Zwischendecke zwecks Kontrolle der Dachfläche geöffnet wurden. Messfahrten im Bereich Kuppingen und Sulz sollten zudem sicherstellen, dass der Raucheintrag nicht die Folge eines weiter entfernten Waldbrandes war. Gegen 15 Uhr wurde der Netto erneut mit seinem Betreiber begangen und diesem empfohlen, Lüftungs- und elektrische Anlagen von Experten zur Ursachenfindung des Geruchs überprüfen zu lassen. fal/GB-Fotos: SDMG/Dettenmeyer
Messungen sollten klären, ob gefährliche Stoffe ausgetreten waren.