Sportplatz-Neubau kostet rund 515000 Euro

Der neue Kuppinger Sportplatz kann kommen: Sowohl bei der außerordentlichen Abteilungsversammlung der TSV-Fußballer, wie auch bei der anschließenden Mitgliederversammlung des rund 1 100 Mitglieder zählenden Gesamtvereins, gab es am Wochenende grünes Licht für das ehrgeizige Bauprojekt.

Vorbildlich mit Mindestabstand: Die zahlreichen hohen Ehrungen beim TSV Kuppingen GB-Foto: Priestersbach

Vorbildlich mit Mindestabstand: Die zahlreichen hohen Ehrungen beim TSV Kuppingen GB-Foto: Priestersbach

Bedingt durch die coronabedingten Regelungen für Veranstaltungen in Baden-Württemberg fanden beide Versammlungen in der weiträumigen Kuppinger Sporthalle statt. Mit dem vorgeschriebenen Mindestabstand, wobei die anwesenden jüngeren Mitglieder auf stabilen Kartons saßen, während für die Altvorderen Stühle bereitstanden. Den Auftakt bildete die außerordentliche Abteilungsversammlung der Fußballer im TSV Kuppingen, die nicht nur über das Bauprojekt eines neu zu erstellenden Sportplatzes abstimmten, sondern ebenso über eine Erhöhung des Abteilungsbeitrages,

Wie der TSV-Vorsitzende Andreas Kraiß die Mitglieder informierte, wurden die Sportplatz-Planungen im letzten halben Jahr soweit ausgefeilt, dass jetzt die entsprechenden Beschlüsse der Mitglieder gefasst werden konnten (wir berichteten). Kernprobleme sind vor allem die schlechte Qualität und die hohen Betriebskosten des Flutlichts auf dem oberen Spielfeld vor dem Sportheim. Doch auch die Platzqualität sei mit vielen Unebenheiten und Wurzelproblemen nicht mehr auf dem neuesten Stand, wobei das Spielfeld zudem ein Gefälle von 160 Zentimetern aufweise, so der TSV-Vorsitzende. Mit Wurmproblemen kämpft man hingegen auf dem neueren unteren Platz.

Nicht unerwähnt ließ Andreas Kraiß in seinen Ausführungen den Umstand, dass man mit Blick auf die Kosten bewusst von einem Kunstrasen abgerückt sei. „Das ist für den TSV nicht finanzierbar und wir favorisieren ein DIN-Spielfeld mit energieeffizientem Flutlicht“, machte er deutlich. Erst in einem zweiten Schritt wird der untere Platz dann mit einem neuen Rasen ausgestattet.

Rund 515000 Euro sollen nun in den Neubau des oberen Spielfelds samt Unterbau mit Beregnungsanlage, Fanggitter und Flutlichtanlage investiert werden. „Das ist ein Riesenbatzen Geld“, räumte Andreas Kraiß ein, als er die Finanzierung vorstellte. Darin sind Zuschüsse in der Größenordnung von 126500 Euro vorgesehen, während 30000 Euro durch Sponsoring in das Projekt fließen sollen und die geplanten Eigenleistungen mit 15000 Euro beziffert werden. Für die verbleibenden 343500 Euro ist eine Finanzierung über 25 Jahre vorgesehen – im kommenden April ist der Startschuss für den Neubau geplant.

Wie Matthias Speer ergänzte, der im Projektteam für den Finanzierungsbereich zuständig ist, handele es sich beim Sportplatz-Neubau um eine Investition, „bei der nichts zurückfließt“. Zwar gebe es in der Finanzierung einige „weiche Faktoren“, doch gleichzeitig habe man einen soliden Fahrplan für die Finanzierung entwickelt, zeigte sich Speer überzeugt. „Zwei Spielfelder sind in Ordnung, auch wenn sich der Traum eines Kleinspielfelds leider nicht erfüllt“, merkte Hans-Jörg Haarer aus den Reihen der Mitglieder an. Gleichzeitig bescheinigte er dem Projektteam eine „super Arbeit“. Das sahen auch die 43 anwesenden Mitglieder so, die dem Projekt ebenso einstimmig grünes Licht gaben, wie der moderaten Beitragserhöhung als Bestandteil der Sportplatz-Finanzierung. Danach werden sich die Gesamtbeiträge der TSV-Fußballer ab 2021 von 61 auf 76 Euro pro Jahr erhöhen. Jugendliche zahlen künftig 61 Euro (bisher 51) und Familien 140 Euro (bisher 120).

Bei der anschließenden Mitgliederversammlung des Gesamtvereins wurde noch einmal über das Projekt abgestimmt, weil der TSV Kuppingen als juristische Person den offiziellen Baubeschluss fassen musste.

In der Diskussion gab es Fragen zum Thema der Zuschüsse und einer möglichen Haftung des Gesamtvereins. Wie Matthias Speer erklärte, könne die Fußballabteilung das Projekt „alleine durchfinanzieren“. Ein gewisses Restrisiko bleibe zwar immer, doch verfüge der TSV Kuppingen über ein sehr solides Finanzpolster. Und so winkten auch die 72 anwesenden Mitglieder das Vorhaben bei zwei Enthaltungen durch.

„Es ist sehr positiv, wie die beiden Versammlungen gelaufen sind“, zeigte sich Andreas Kraiß in seiner Rückschau erleichtert über die Abstimmungsergebnisse. Und auch der Online-Parzellenverkauf als Beitrag zur Finanzierung des Projekts ist optimal angelaufen. Nur zwei Stunden, nachdem die Seite online gestellt wurde, waren schon drei von vier Eckfahnen verkauft und 1000 Euro zugesagt.

Ehrungen für langjährige und besonders engagierte Mitglieder standen nach den üblichen Regularien ebenfalls auf der Tagesordnung. Für 60-jährige Vereinstreue wurde dabei Alfred Schächtele ausgezeichnet, während Marliese Gauss und Normand Rentschler es auf eine 40-jährige Vereinsmitgliedschaft bringen. Seit 25 Jahren gehören Ingeborg Beckmann, Herlinde Dieter, Liesel Kohler, Lilo Kopp, Ruth Kopp, Bernhard Müller, Hermann Rein und Ute Rückwaldt dem TSV Kuppingen an. Mit der goldenen Ehrennadel des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) für langjähriges ehrenamtliches Engagement wurden Jürgen Strohäker, Werner Szalay, Wolfgang Strohäker, Rolf Löhmann, Markus Sautter, Erich Kienle, Andreas Kraiß und Markus Speer geehrt. Ebenfalls goldene Ehrennadeln des TSV Kuppingen, der Württembergischen Sportjugend und des Böblinger Sportkreises erhielten Irmgard Bauer, Heidi Pudleiner-Klaus, Frank Schöll, Thomas Löhmann und Petra Mikolaizak für ihren Einsatz im Verein.

Die silberne Ehrennadel für ehrenamtlichen Einsatz ging an Clivia Schuker, Ute Lohrer, Christoph Kopp, Werner Schäffer, Carola Linke, Nicole Stümpel, Matthias Haarer, Ramona Nüßle, Uta Groeper sowie Ute Wolf-Utz. Mit der bronzenen Ehrennadel wurde der Einsatz von Edmund Falk, Volker Keuler, Kenan Yalcin, Thomas Lohrer, Benjamin Sulz, Klaus Keuler, Mirko Bauer, Anja Löhmann, Nicole Hofmeister und Carsten Marquardt gewürdigt.

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Erstellt:
23. Juni 2020, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 27sec

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