Tödliche Unfälle: Häufig zu schnell

Kreis Tübingen: Erstmals war auch ein E-Scooter-Fahrer betroffen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen ist im Jahr 2025 leicht um 0,3 Prozent auf insgesamt 33 847 gesunken. Entgegen den steigenden Unfallzahlen mit tödlichem Ausgang im Land Baden-Württemberg war im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen die Anzahl der tödlich verunglückten Personen (38) leicht rückläufig (2024: 40). Darunter waren sechs Autofahrer, vier Mitfahrer, zwölf Motorradfahrer, drei Fußgänger, vier Radfahrer und sieben Pedelecfahrer. Erstmals verunglückten im Präsidiumsbereich auch zwei E-Scooter-Fahrer tödlich. Ein E-Scooter-Fahrer wurde im Landkreis Tübingen getötet, wo die Gesamtzahl der Getöteten von sieben im Vorjahr auf vier zurückging. Neben dem E-Scooter-Fahrer verstarben ein Fußgänger, ein Radfahrer und ein Pedelecfahrer infolge von Unfällen. Die detaillierte Auswertung der 12 685 über die reinen Kleinstunfälle hinausgehenden Unfälle ergab als Hauptunfallursache 2 713-mal Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren. Das Nichtbeachten der Vorfahrt oder des Vorrangs steht mit 1986 Verstößen an zweiter Stelle der statistischen Unfallursachen, gefolgt von 736 Fällen der überhöhten oder nicht angepassten Geschwindigkeit. An vierter Stelle reihen sich 678 Unfälle ein, die auf unzureichenden Abstand zurückzuführen waren. Mangelnde Verkehrstüchtigkeit (Alkohol/Drogen/Medikamente, Übermüdung) schlug 595-mal zu Buche. Fehler beim Überholen wurden 318-mal als Ursache registriert, in 85 Fällen war Ablenkung der Auslöser. Unverändert stellen überhöhte und insbesondere nicht angepasste Geschwindigkeiten zentrale Faktoren im Unfallgeschehen dar. Mehr als ein Fünftel aller Unfälle mit schwerwiegenden Personenschäden (Tote oder Schwerverletzte) ist auf diese Ursache zurückzuführen, bei den 35 Unfällen mit tödlichen Folgen war die Geschwindigkeit in neun Fällen ursächlich oder mitursächlich. Bei ihren Geschwindigkeitskontrollen registrierte die Polizei über 49 100 Verstöße. Knapp 1100 Verkehrsteilnehmer wurden mit einem Fahrverbot belegt.-pb-