Unterwegs mit Sonnenenergie

Mit Sonnenenergie durch die Stadt cruisen? Gemäß Nissan soll das möglich sein. Der Automobilhersteller hat seinen solarbetriebenen Nissan Ariya vorgestellt. Die Technologie soll neue Möglichkeiten für Elektrofahrzeuge eröffnen.

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Das Konzeptfahrzeug von Nissan verfügt über Photovoltaik-Module aufMotorhaube, Dach und Heckklappe.GB-Foto: Nissan/Guillem Hernandez

Das Konzeptfahrzeug von Nissan verfügt über Photovoltaik-Module auf
Motorhaube, Dach und Heckklappe. GB-Foto: Nissan/ Guillem Hernandez

Unterwegs mit Sonnenenergie: Das neue Konzeptfahrzeug ist auf der Motorhaube, dem Fahrzeugdach und der Heckklappe mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet, die Sonnenlicht direkt in Strom umwandeln.

Der solarbetriebene Nissan Ariya wurde gemeinsam von Ingenieuren des Nissan Advanced Product Planning Teams in Dubai und des Nissan Powertrain Planning Teams in Barcelona entwickelt.

In Praxistests stellte das Konzeptfahrzeug bereits das enorme Potenzial des Systems unter Beweis, heißt es in einer Pressemitteilung des Herstellers. So lieferten die Solarpaneele, die sich über eine Gesamtfläche von 3,8 Qua-dratmetern erstrecken, unter idealen Bedingungen eine zusätzliche Reichweite von bis zu 23 Kilometern pro Tag. In Städten mit hoher Sonneneinstrahlung – wie beispielsweise Barcelona – generierte das System pro Tag durchschnittlich 17,6 Kilometer zusätzliche Reichweite durch Solarenergie. In Dubai waren es pro Tag im Schnitt sogar 21,2 Kilometer, in London immer noch 10,2 Kilometer.

Je nach Nutzung ließen sich die Ladezyklen um 35 bis 65 Prozent reduzieren. Zudem konnte bei einer zweistündigen Fahrt über 80 Kilometer 0,5 Kilowattstunden saubere Energie erzeugt werden, was einer zusätzlichen Reichweite von drei Kilometern ohne Emissionen entspricht.

Am Anfang dieses Projekts stand die Frage: „Was wäre, wenn sich Elektrofahrzeuge selbst aufladen könnten?“ Dies war der Auslöser für eine neue Partnerschaft mit dem niederländischen Innovationsunternehmen Lightyear, das die Solarzellentechnologie lieferte, die von den Nissan Ingenieurteams implementiert wurde.

Erste Langstreckentests – darunter eine 1550 Kilometer lange Fahrt von den Niederlanden bis nach Barcelona – haben bereits gezeigt, dass durch die Integration von Solarzellen die jährlichen Ladevorgänge für Pendlerinnen und Pendler mit einer jährlichen Fahrleistung von 6 000 Kilometern in Idealfall von 23 auf acht reduziert werden könnten, erklärt der Hersteller weiter.

„Der solarbetriebene Nissan Ariya steht für unsere Überzeugung, dass Innovationen und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen müssen“, sagt Shunsuke Shigemoto, Vice President ePowertrain & ICE, Technology Research & Advanced Engineering & Chief Powertrain Engineer bei Nissan AMIEO. „Wir erforschen, wie Fahrzeuge erneuerbare Energien selbst erzeugen können und eröffnen unseren Kundinnen und Kunden damit neue Möglichkeiten – mehr Freiheiten, weniger Abhängigkeit von Ladestationen und eine sauberere Zukunft. Dieses Konzeptfahrzeug ist nicht nur ein technischer Meilenstein, sondern eine Vision, wie Nissan die nächste Phase der Elektromobilität anführen will.“ Das neue Konzeptfahrzeug spiegelt das langfristige Engagement von Nissan für eine sauberere und besser vernetzte Welt wider. Durch die Erforschung der Solarladetechnologie als integrierte Lösung für Elektrofahrzeuge setzt der Automobilhersteller seinen Kurs fort, um bis 2050 sein globales Ziel der CO-Neutralität über den gesamten Lebenszyklus seiner Produkte und Geschäftsaktivitäten zu erreichen.

Im Übrigen haben darüber hinaus das Nissan Technical Centre Europe (NTCE) und der US-amerikanische Fahrzeugsoftware-Innovator Sonatus eine Partnerschaft zur Beschleunigung der Fahrzeugentwicklung vereinbart. Ziel ist es, durch die Integration fortschrittlicher KI-Technologien schnellere, intelligentere und effizientere Entwicklungsprozesse für die zukünftige Produktpalette von Nissan zu ermöglichen. Die Ingenieure vom NTCE im britischen Cranfield nutzen künftig ein maßgeschneidertes Tool mit Collector AI und Sonatus AI Technician von Sonatus zur Fahrzeugdatenerfassung, um Echtzeit- und historische Fahrzeugdaten zu analysieren.

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Erstellt:
24.02.2026, 00:00 Uhr