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„Vollzugs-Anhänger“ ist mit Blitzer aktiv

Nach den schweren Verkehrsunfällen auf der B 464 zwischen Sindelfingen und Renningen hat die Polizei damit begonnen, verstärkt die Geschwindigkeit der Autofahrer auf der Strecke zu kontrollieren. Der Landkreis plant indessen, sich einen besonderen Blitzer anzuschaffen, der mehrere Tage an einem Ort im Einsatz bleiben kann.

Die Polizei erhöht ihre Präsenz im Bereich der B464 GB-Foto: SDMG/Dettenmeyer

Die Polizei erhöht ihre Präsenz im Bereich der B 464 GB-Foto: SDMG/Dettenmeyer

Kein Erfolg ist in diesem Falle doch einer: Gestern Vormittag waren mehrere Streifenwagenbesatzungen an den Zu- und Abfahrten zur B 464 im Einsatz, um das Überholverbot zu überwachen. Gleichzeitig zückten zwei Polizisten auf der Feldwegbrücke beim Aussiedlerhof Schneider die Laserpistole, um Temposünder auf der Bundesstraße zu überführen. Im Falle eines Falles wären die Schnellfahrer von zwei Polizisten auf Motorrädern, die an der Brücke zwischen Maichingen und Döffingen warteten, eingesackt worden. „Bei der Laserkontrolle wurden keine Temposünder ertappt“, berichtet „Gäubote“-Fotograf vor Ort Frank Dettenmeyer. Doch weitere Kontrollen der Polizei sollen folgen.

Auch der Landkreis möchte entlang der B 464 künftig verstärkt die Geschwindigkeiten der Autofahrer messen. Nicht mit den üblichen Dreibeinen oder dem unauffälligen Pkw, aus dessen Heckscheibe es bisweilen Rot blitzen kann. Diese beiden Methoden der Geschwindigkeitskontrolle sind nur kurzfristig, ein paar Stunden lang, einsetzbar, bevor sie an andere Kontrollpunkte verlagert werden. Und den Blitzer unbeaufsichtigt stehenzulassen, ist auch keine Alternative: Der eine oder andere landete in solchen Momenten auch schon mal in fremdem Kofferraum.

Die Lösung des Landkreises heißt: teilstationäre Geschwindigkeitskontrolle. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das auf einem kleinen Anhänger gut verpackt am Straßenrand auch schon mal über einen längeren Zeitraum zur Dauerkontrolle Tag und Nacht abgestellt werden kann. Im Fachjargon heißt dieses Gerät auch „Enforcement Trailer“ war durchaus auch als „Vollzugs-Anhänger“ übersetzt werden kann.

Einstweilen ist ein Leihgerät
im Einsatz an der B 464

Ein Gerät davon hat der Landkreis schon bestellt. Bis der eigene, neue „Vollzugs-Anhänger“ eintrifft, arbeiten die Mitarbeiter des Landratsamts mit einem Leihgerät, das ab 4. Februar zum Einsatz kommen wird. Gleichzeitig hat der Landrat für die nächste Woche ein Gespräch mit dem Polizeipräsidenten Burkhard Metzger, Vertretern des Regierungspräsidiums, den beiden Städten Böblingen und Sindelfingen und dem Bundestagsabgeordneten Marc Biadacz anberaumt, um auf politischer Ebene zu klären, welche Möglichkeiten es gibt, Gefahren auf dem Streckenabschnitt zu minimieren. Weitere Gespräche mit Straßenbauexperten der unterschiedlichen Behörden sollen folgen.

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Erstellt:
17. Januar 2020, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 01sec

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