Weihnachtsmarkt ist abgesagt

Herrenberg: Stadtverwaltung zieht Konsequenzen aus der angespannten Corona-Lage. Auch Festwiese wurde als Alternativstandort verworfen

Zuletzt fand der Weihnachtsmarkt 2019 statt – nun pausiert er schon zum zweiten Mal GB-Foto (Archiv): Vecsey

Zuletzt fand der Weihnachtsmarkt 2019 statt – nun pausiert er schon zum zweiten Mal GB-Foto (Archiv): Vecsey

Nachdem bereits die ersten Städte im Südwesten bekannt gegeben haben, dass ihre Weihnachtsmärkte nicht stattfinden, hat nun auch die Stadtverwaltung Herrenberg entschieden, den diesjährigen Weihnachtsmarkt abzusagen. Gründe hierfür sind die aktuell angespannte pandemische Lage und die sehr hohe Auslastung der Kliniken des Klinikverbunds Südwest.

Gewöhnlich lockt der Herrenberger Weihnachtsmarkt im Herzen der Altstadt am zweiten Adventswochenende viele Gäste in die Stadt. Nach der Absage im vergangenen Jahr kann die beliebte Veranstaltung auch in diesem Advent aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. „Nach sorgfältiger Prüfung verschiedener Szenarien haben wir entschieden, unseren Weihnachtsmarkt schweren Herzens abzusagen“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Sprißler in einer Pressemitteilung. „Ich bedauere dies sehr, wir sehen jedoch angesichts der aktuellen Lage keine andere Möglichkeit.“

Laut aktueller Corona-Verordnung des Landes wäre ein Weihnachtsmarkt in der aller Voraussicht nach ab Mittwoch, 17. November, geltenden Alarmstufe unter Einhaltung der 2G-Regel zwar möglich, jedoch könnte diese auf dem Herrenberger Marktplatz nicht umgesetzt werden. Als alternativen Standort hat die Verwaltung deshalb die Festwiese geprüft. „Rein rechtlich wäre Stand heute der Weihnachtsmarkt auf der Festwiese am Rande der Altstadt möglich gewesen“, erläutert Sprißler. Ein Hygienekonzept sei bereits ausgearbeitet worden. „Neben finanziellen und infrastrukturellen Gründen hat letztlich vor allem die pandemische Lage dagegengesprochen.“ Da die passende Infrastruktur für einen Weihnachtsmarkt auf der Festwiese gefehlt hätte und mehr Personal notwendig gewesen wäre, um das Hygienekonzept umzusetzen, wären höhere Kosten und Aufwand als sonst entstanden. Hinzu kommt, dass bereits viele Standbetreiber aufgrund der Pandemie ihre Teilnahme abgesagt haben.

Auch das Robert-Koch-Institut (RKI) rät dringend dazu, öffentliche Veranstaltungen abzusagen und persönliche Kontakte zu reduzieren. Das Land Baden-Württemberg wird voraussichtlich in dieser Woche weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bekannt geben.

Um die Ausbreitung des Coronavirus’ einzudämmen und das Personal in den Kliniken nicht noch weiter zu belasten, appelliert OB Sprißler eindringlich an alle, sich solidarisch zu zeigen und sich erstmalig oder auffrischend impfen zu lassen. „Jeder Piks zählt“, so Sprißler und fügt hinzu: „Nur gemeinsam können wir die Corona-Pandemie bekämpfen und eine weitere Zuspitzung der Lage verhindern.“

Festakt zur Eingemeindung
fällt ebenfalls aus

Auch die für 3. Dezember geplante Bürgerinformationsveranstaltung des Projektes „Fürs Alter(n) planen“ wird aufgrund der pandemischen Lage abgesagt. Ein Ersatztermin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Zudem wird der für den 1. Dezember geplante Festakt in der Stadthalle zum Jubiläum der Eingemeindungen von Haslach, Kayh, Kuppingen, Mönchberg und Oberjesingen abgesagt. Ob dieser feierliche Termin im neuen Jahr nachgeholt wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Auch ist noch offen, ob der für 16. Januar 2022 geplante Neujahrsempfang stattfinden kann. Die Stadtverwaltung wird daher die pandemische Entwicklung weiter beobachten. -gb-

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Erstellt:
16. November 2021, 16:06 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

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