Weitere Klinikmitarbeiter mit Corona infiziert

Kreis Böblingen - Nachdem Ende vergangener Woche drei Mitarbeiter aus dem ärztlichen Dienst am Krankenhaus Leonberg positiv auf den Corona-Virus getestet wurden, ist die zweite Testreihe aller 168 Kontaktpersonen zwischenzeitlich abgeschlossen. Dabei wurden zwei weitere Mitarbeiter positiv getestet.

Klinikmitarbeiter werden auf Conoa gestestetGB-Foto (Archiv): Schmidt

Klinikmitarbeiter werden auf Conoa gestestet GB-Foto (Archiv): Schmidt

Aufgrund der abgeschlossenen Kontaktnachverfolgungen lassen sich die positiven Fälle auf einen Urlaubsrückkehrer sowie Kontakte im privaten Umfeld zurückführen. Patienten waren nicht betroffen. Nach wie vor gelten innerhalb des Krankenhauses erhöhte Sicherheitsmaßnahmen im Rahmen des bestehenden Hygienekonzepts. Hierzu gehören der grundsätzliche und flächendeckende Einsatz von Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregeln und weitere Hygienemaßnahmen.

Aufgrund der weitreichenden Schutzregelungen sind die Einsatzmöglichkeiten von Mitarbeitern, die als Kontaktpersonen identifiziert wurden, stark eingeschränkt, weshalb es personalbedingt nun zwangsläufig zu größeren Betriebseinschränkungen kommt. Vorsorglich bleiben einzelne Fachbereiche am Krankenhaus Leonberg somit weiterhin im Sicherstellungsbetrieb. Die Gefäßchirurgie sowie die Viszeralchirurgie nehmen bis zum 31. Juli keine weiteren Patienten auf. Planbare Eingriffe werden, sofern medizinisch vertretbar, verschoben. In dringlichen Fällen stellt das Klinikum Sindelfingen-Böblingen die Versorgung sicher. Alle anderen Fachbereiche am Krankenhaus Leonberg, wie die Unfallchirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Radiologie, Gastroenterologie und Kardiologie sowie die Zentrale Notaufnahme sind weiterhin in Betrieb.

Die Kontaktpersonen innerhalb des Personals werden in den kommenden Tagen zwei weitere Male getestet, bis sie wieder regulär nach 14-tägiger Quarantäne eingesetzt werden können. Als zusätzliche Maßnahme läuft parallel noch die ausgeweitete Testung bei allen weiteren Mitarbeitern, die nicht im Kontakt mit den fünf infizierten Mitarbeitern standen.

Ab nächster Woche werden zudem im gesamten Klinikverbund Südwest alle Urlaubsrückkehrer aus Ländern mit kritischem Infektionsgeschehen vorsichtshalber vor der Arbeitsaufnahme getestet. Mit dieser Maßnahme geht der Klinikverbund über die von den Behörden vorgegebenen Maßnahmen, die zudem nur bei Aufenthalt in den definierten Krisengebieten gelten, hinaus.

Für Klinikmitarbeiter, die Kontaktpersonen sind, gelten grundsätzlich dieselben Quarantäneregelungen, wie für die Bevölkerung. Das bedeutet, dass sie grundsätzlich zwei Wochen in häuslicher Quarantäne bleiben müssen. Zur Sicherstellung der Patientenversorgung können Mitarbeiter aber in Absprache mit dem Gesundheitsamt unter bestimmten Voraussetzungen weiterarbeiten. Siehe hierzu auch die Vorgaben des RKI: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/HCW.html

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Erstellt:
24. Juli 2020, 12:03 Uhr
Lesedauer:
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