Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft
Holzgerlingen: Versuchter banden- und gewerbsmäßiger Betrug wird den beiden zur Last gelegt.
Wegen des Verdachts des versuchten banden- und gewerbsmäßigen Betrugs sitzen ein 30-Jähriger und eine 43-Jährige seit Samstag, 3. Januar, in Untersuchungshaft. Beiden wird vorgeworfen, in Holzgerlingen an einem Betrugsfall im Phänomenbereich „falsche Bankmitarbeiter“ beteiligt gewesen zu sein. Eine 84-Jährige aus Holzgerlingen soll am Vormittag des 2. Januar einen Telefonanruf eines vermeintlichen Bankmitarbeiters erhalten haben. Dieser habe dem Opfer glaubhaft gemacht, dass eine irreguläre Abbuchung einer vierstelligen Summe von ihrem Konto bevorstünde. Der Anrufer habe im Verlauf des Gesprächs einen Mitarbeiter des örtlichen Bankinstituts angekündigt, der die EC-Karte der 84-Jährigen überprüfen müsse, und sei durch geschickte Gesprächsführung auch an die PIN dieser EC-Karte gelangt.
Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Ludwigsburg nahmen den 30-jährigen Tatverdächtigen letztlich vorläufig fest, nachdem er gemäß den bisherigen Erkenntnissen die EC-Karte bei der 84-Jährigen abgeholt hatte und im Begriff war, zu seiner Komplizin in einen Pkw zu steigen, der unweit der Wohnanschrift des Opfers gestanden habe.
Der Mann und die Frau sind Schweizer Staatsangehörige
Auch die Komplizin wurde hierauf vorläufig festgenommen. Die Tatverdächtigen und auch das Fahrzeug wurden im Anschluss durchsucht. Gegenstände, die als Beweismaterial dienen könnten, wie beispielsweise die EC-Karte, wurden beschlagnahmt. Die beiden schweizerischen Staatsangehörigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Folgetag einem Haftrichter beim Amtsgericht Böblingen vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehle gegen die beiden Tatverdächtigen, setzte diese in Vollzug und wies die 43 Jahre alte Frau und den 30-jährigen Mann in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten ein. Die Ermittlungen dauern an. -pb-