Der neue Ford E-Transit Custom: Kompaktes Nutzfahrzeug für den Einstieg in die E-Mobilität

Das Lenkrad verwandelt sich in ein Tischlein

Der neue Ford E-Transit Custom ist der rein elektrisch angetriebene Nachfolger vom bisherigen Transporter-Bestseller. Die Nutzlast liegt bei bis zu 1100 Kilogramm und die Anhängelast bei bis zu zwei Tonnen.

Der neue FordE-Transit Custom: Der tiefere Fahrzeugboden erleichtert das Be- und Entladen des Laderaums. GB-Fotos: gb

Der neue Ford
E-Transit Custom: Der tiefere Fahrzeugboden erleichtert das Be- und Entladen des Laderaums. GB-Fotos: gb

Der batterieelektrisch angetriebenen E-Transit Custom wird im Joint-Venture-Werk von Ford Otosan im türkischen Kocaeli produziert – wie die komplette künftige nächste Custom-Generation. Die Fertigung läuft im Herbst 2023 an. Ford Pro stellt damit ein kompaktes Nutzfahrzeug vor, gedacht für kleine und mittelgroße Unternehmen. Der E-Transit Custom wurde komplett neu entwickelt. Laden lässt sich das leichte Nutzfahrzeug an einer Säule mit einer Ladeleistung von bis zu 125 kW. Die maximale Nutzlast von bis zu 1100 Kilogramm erreicht das Niveau der noch aktuellen Custom-Generation mit Dieselantrieb.

Der Transporter vereint die Elektro-Antriebstechnologie mit dem digitalen Öko-System von „Ford Pro“. Das „Pro“ steht für Produktivität. Gerade kleinen und mittelgroßen Unternehmen ebnet der E-Transit Custom den Einstieg in die Elektromobilität. Hierfür kommen auch digitale, Cloud-basierte Technologien zum Einsatz. Sie ermöglichen regelmäßige Software-Updates „Over The Air“ (OTA). Das bedeutet: Die Baureihe bleibt so in puncto Betriebssystemen auf der Höhe der Zeit.

Der E-Transit Custom punktet im täglichen Einsatz mit einigen Vorteilen. Dies beginnt bei der abgesenkten Lade- und Einstiegshöhe und reicht bis zu einem verbesserten Schutz gegen Diebstahl des Transportguts. Die Fahrerkabine dient als vielseitig nutzbarer Arbeitsplatz mit 5G-Konnektivität.

Die Verschraubung der Batterie-Einheit mit der Karosserie verbessert die Langlebigkeit der Batterie und reduziert Gewicht. Auch den E-Motor selbst haben die Experten von Ford im Bereich der Hinterachse unmittelbar im Chassis verankert.

Die Ford Pro-Software hilft auch bei der bestmöglichen Ladestrategie für den E-Transit Custom. So zeigt sie zum Beispiel den aktuellen Ladestatus der Batterie und den momentanen Aktionsradius an. Den Schwellenwert, ab wann das System vor einer geringen Restreichweite warnt, können die Nutzer individuell vorwählen. Wird der E-Transporter aufgeladen, lässt sich eine besondere Komfort-Funktion aktivieren: die Vorheizung oder die Kühlung des Innenraums, bevor es zum Beispiel am Morgen mit dann bereits entfrosteten Scheiben losgeht. Dies hat auch einen großen Nutzwert, denn der Energiebedarf für die Kühlung oder für die Heizung belastet nicht die Batterie während der Fahrt. Der E-Transit Custom ist das erste Elektrofahrzeug überhaupt, das serienmäßig Dampfeinspritz-Wärmepumpen-Technologie zum Heizen und Kühlen der Kabine verwendet. Sie arbeitet mit höherer Energie-Effizienz und wirkt sich entsprechend positiv auf die Reichweite aus.

Das Cockpit eines Transporters dient oft auch als mobiles Büro oder mobile Kantine. Das konzerneigene Designstudio „D-Ford“ hat Lösungen entwickelt, die diese alltägliche Praxis berücksichtigen. Ein Ergebnis ist zum Beispiel das optionale „Mobile Office“-Paket. Es beinhaltet eine smarte Neigungsverstellung für das Lenkrad, das sich beim parkenden Fahrzeug in eine ergonomische Plattform für Laptops und Tablets verwandelt oder auch als kleines, waagerechtes Tischlein genutzt werden kann – sei es für Papierkram oder für die Frühstückspause.

Kurier- und Lieferdienste stehen zumeist unter hohem Druck: Oftmals machen sie pro Tag rund 200 Stopps und stellen dabei 500 Sendungen oder mehr zu. Auch diesen Fahrern bietet Ford im neuen E-Transit Custom ein spezielles Ausstattungspaket an, das ihren Alltag erleichtern kann. Der „Delivery Assist“ automatisiert die vielen kleinen, sich immer wiederholenden Handgriffe, die bei jedem Stopp für die Sicherheit und für einen geregelten Ablauf unabdingbar sind – etwa das Einschalten des Warnblinkers, sobald der Parkmodus aktiviert wird. Dann schließt das System automatisch auch alle offenen Fenster und verriegelt die Türen, sobald sich der Fahrer vom Fahrzeug entfernt.

Und noch etwas fällt im Vergleich mit der noch aktuellen Transit Custom-Generation auf: der tiefere Fahrzeugboden. Er erleichtert das Be- und Entladen des Laderaums ebenso wie das Ein- und Aussteigen für die Insassen.

Ford bietet den neuen E-Transit Custom mit Einzel- und Doppelkabine sowie als Kombi an. Zur Auswahl stehen, je nach Karosserie-Variante, zwei Radstände und zwei Dachhöhen. Mit flachem Dach ist das Fahrzeug weniger als zwei Meter hoch. Dies ist zum Beispiel in Parkhäusern, Tiefgaragen oder Laderampen im Untergeschoss von Hallen von Vorteil. In der Kastenwagen-Ausführung bietet der neue E-Transit Custom ein Ladevolumen zwischen 5,8 und 9 Kubikmetern, sowie eine Laderaumlänge von bis zu 3,45 Metern. Optional steht der E-Transit Custom auch mit einer L-förmigen Trennwand zur Verfügung. Sie bietet den Kunden einen Kompromiss, die ihren Transporter mit bis zu fünf Personen in zwei Sitzreihen und einer Laderaumtiefe von bis zu drei Metern auf die Reise schicken möchten.

Optional gibt es eine L-förmige Trennwand beim E-Transit Custom.

Optional gibt es eine L-förmige Trennwand beim E-Transit Custom.

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Erstellt:
8. November 2022, 00:00 Uhr
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