Der Nissan Ariya: Beginn einer neuen Ära mit dem vollelektrischen Cross-over-Coupé

Frontmaske fürs E-Zeitalter entwickelt

Nissan schlägt das nächste Kapitel für Elektrofahrzeuge auf: Mit dem Nissan Ariya hat jetzt das erste vollelektrische Coupé-Cross-over des Unternehmens seine Weltpremiere gefeiert, das im nächsten Jahr hergestellt werden soll.

Mit dem Nissan Ariya soll eine neue Ära beginnen – Exterieur und Innenraum können sich bis zur finalen Serienfertigung ändern.GB-Fotos: gb

Mit dem Nissan Ariya soll eine neue Ära beginnen – Exterieur und Innenraum können sich bis zur finalen Serienfertigung ändern.GB-Fotos: gb

Der Ariya, der auf einer neu entwickelten EV-Plattform der Allianz basiert, bietet eine kraftvolle Beschleunigung, ist dabei antriebstypisch aber nahezu lautlos unterwegs, so der Hersteller in seiner Pressemitteilung. Als erstes Serienmodell verkörpert der Ariya die neue elektrifizierte Markenidentität von Nissan. Durch die eigens entwickelten Plattform für Elektrofahrzeuge konnten die Designer viele Komponenten des Ariya von Grund auf neu entwerfen. Das Ergebnis ist ein stilvolles Coupé-Cross-over, das Technologie, Ästhetik und Alltagstauglichkeit verbindet.

Die Front des Fahrzeugs erscheint nahtlos, elegant und frisch. Maßgeblich verantwortlich ist eine neue Frontmaske – eine eigens für die elektrische Ära entwickelte Neuinterpretation des Kühlergrills. Prominent in der Mitte findet sich das neu gestaltete, aus 20 LED bestehende Markenlogo. Das Nissan-Emblem repräsentiert die Leidenschaft und das Engagement des Unternehmens für Innovationen.

Der untere Teil des Frontschilds wird von einer subtilen Beleuchtung eingerahmt, die zusammen mit dem Logo erstrahlt, sobald der Ariya betriebs- und fahrbereit ist. Dünne LED-Scheinwerfer, die aus vier 20-Millimeter-Miniprojektoren bestehen, werden mit sequenziellen Blinkern kombiniert und erneuern so das für Nissan typische V-Motion-Design. Von der Seite betrachtet wirkt der Ariya dank seiner niedrigen, zum Heck abfallenden Dachlinie besonders aerodynamisch. Die durchgängige horizontale Charakterlinie, die sich von der Front- bis zur Heckpartie zieht, vermittelt aus jedem Blickwinkel Spannung und Dramatik.

Ebenso markant ist die Heckpartie, die von der stark geneigten C-Säule gleichmäßig abfällt. Die Rückleuchten verbinden sich zu einem Lichtband, das sich beim Parken verdunkelt, ansonsten aber bei Tag und Nacht eine gleichmäßig rot strahlende Signatur erzeugt. Die hinteren Kotflügelverbreiterungen und der Heckflügel betonen die leistungsstarke Seite des vollelektrischen Ariya. Für Aufsehen sorgt auch die neu entwickelte Zweifarbenlackierung „Akatsuki“: Die Kombination aus Kupfer und einem schwarzen Dach unterstreicht den dynamischen Charakter des Elektroautos. Neben der „Akatsuki“-Lackierung werden fünf weitere Zweifarben-Kombinationen jeweils mit schwarzem Dach sowie vier klassische Lackierungen angeboten.

Komfortabel, effizient und futuristisch: Das Interieur des Ariya gleicht eher einer eleganten Café-Lounge auf einem Raumschiff als einer traditionellen Autokabine. Dank der EV-Plattform profitieren Insassen von einem der geräumigsten Innenräume in dieser Fahrzeugklasse. Der alternative Antrieb gibt auch hier neue Freiheiten: Die Klimaanlage findet sich beispielsweise unter der Motorhaube – also dort, wo bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen der Verbrennungsmotor sitzt. Auch weitere Störfaktoren, die normalerweise die Platzverhältnisse beschränken, wie der Getriebetunnel und die unter der Instrumententafel versteckten Elektroniksysteme fallen weg. Die im Fahrzeugboden integrierte Hochvoltbatterie und die schlanken „Zero-Gravity“-Sitze sorgen für Beinfreiheit und ermöglichen zugleich eine einfache Interaktion zwischen den Passagieren auf den Vorder- und Rücksitzen. Zur entspannenden Fahrt in loungeähnlicher Atmosphäre trägt auch der üppige Einsatz schalldämpfender Materialien bei – und natürlich der nahezu lautlose, vollelektrische Antriebsstrang. Fahrer und Beifahrer blicken auf ein minimalistisches Armaturenbrett, das sich nahtlos in das Gesamtdesign einfügt. Es kommt weitgehend ohne klassische Bedienknöpfe und -schalter aus. Im zentralen Bereich gibt es lediglich kapazitive haptische Schalter für die Klimaanlage, die bei Berührung durch Vibrationen das gleiche Gefühl wie mechanische Schalter vermitteln und erst bei eingeschaltetem Motor erscheinen. Unterhalb der Instrumententafel befindet sich eine innovative Aufbewahrungsbox mit einem ausklappbaren Tisch. Dadurch verwandelt sich das Cockpit auf Wunsch in ein mobiles Büro.

Der Ariya wurde um den Fahrer herum entwickelt. Das E-Cross-over ist bestens vernetzt und informiert zuverlässig. Verantwortlich ist unter anderem eine neue Mensch-Maschine-Schnittstelle. Als zentrales Bedien- und Informationselement dienen gleich zwei 12,3 Zoll große Displays: die Instrumentenanzeige direkt hinter dem Lenkrad und der zentrale Bildschirm daneben, die beide miteinander vernetzt sind. Viele Funktionen lassen sich per Sprachbefehl steuern.

Unabhängig von der gewählten Variante bietet jedes Ariya Modell eine alltagstaugliche Reichweite. Schnelles Nachladen garantiert in Europa das Combined Charging System CCS. Der Ariya verfügt zudem über ein Drei-Phasen-Ladegerät für das Laden mit bis zu 22 kW zu Hause oder an einer öffentlichen Säule. Praktisch vor allem auf längeren Reisen: DC-Schnellladungen sind mit bis zu 130 kW möglich.

Der Nissan Ariya: Die Abbildung zeigt das Vor-Serienfahrzeug für Japan

Der Nissan Ariya: Die Abbildung zeigt das Vor-Serienfahrzeug für Japan

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Erstellt:
19. August 2020, 00:00 Uhr
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