Landkreis ändert Teststrategie bei Corona-Verdacht

Das Corona-Testzentrum in HerrenbergGB-Foto (Archiv): gb

Das Corona-Testzentrum in Herrenberg GB-Foto (Archiv): gb

Kreis Böblingen - Kontaktpersonen werden künftig nur noch bei Symptomen getestet, Ausnahme bilden vulnerable Gruppen. Dies teilte das Böblinger Landratsamt am Montagvormittag mit. Am 10. November hat das Land eine entsprechend der neuen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts aktualisierte Teststrategie verkündet. Zentraler Punkt: Angesichts knapper werdender Ressourcen und mit Blick auf zwischenzeitlich gewonnene Erkenntnisse und Erfahrungen werden Kontaktpersonen einer infizierten Person nur noch getestet, wenn sie Symptome entwickeln. Eine Ausnahme bilden vulnerable Gruppen, d.h. ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen.

Der Landkreis praktiziert diese Vorgehensweise bereits in den Schulen. Seit den Herbstferien werden bei einem Fall in einer Schulklasse nicht mehr alle Schülerinnen und Schüler beziehungsweise Lehrer getestet. Hier hatte eine Untersuchung des Landesgesundheitsamts ergeben, dass die früher erfolgten Reihentestungen nur in sehr seltenen Fälle weitere positive Ergebnisse gebracht hatten. „Wir haben für unser Vorgehen im Landkreis eine Handreichung erarbeitet, an der wir uns orientieren“, erklärt Dr. Anna Leher, Leiterin des Böblinger Gesundheitsamts. „Auf unserer Internetseite haben wir nach den neuen Empfehlungen ein Merkblatt eingestellt, mit dem man selbst eine gewisse Einschätzung erhält, was zu tun ist.“ Im Gesundheitsamt richtet sich das Hauptaugenmerk auf die Neuinfizierten und deren Kontaktpersonen. Die angesprochene Orientierungshilfe und viele andere Informationen finden sich unter www.lrabb.de, Infos rund um das Coronavirus.

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Erstellt:
16. November 2020, 11:47 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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