Zusage nach zehn Sekunden

Fußball – „Das war eine Sache von zehn Sekunden“, kommentierte Tobias Lindner seine Vertragsverlängerung bei der Spvgg. Aidlingen. Der 42-jährige Darmsheimer geht damit ab kommendem Sommer in seine dritte Saison als Trainer des A-Ligisten.

Tobias Lindner

Tobias Lindner

Dass die unterbrochene Runde noch einmal aufgenommen wird, darauf hofft Tobias Lindner indes nicht mehr. „Ehrlich gesagt wäre das in meinen Augen grob fahrlässig“, befürchtet er eine Welle von Verletzungen, sollte alsbald wieder um Punkte gespielt werden. „Nach fünf Monaten ohne fußballspezifische Bewegungen ist das Risiko einfach zu hoch. Vor allem bei den Mannschaften, bei denen es noch um Auf- oder Abstieg geht.“

Deshalb wünscht sich der Coach der Spvgg. – trotz berechtigter Aufstiegshoffnungen als Tabellenvierter der Kreisliga A2 –, dass der Verband zeitnah einen Schlussstrich zieht. „Das wäre in meinen Augen die einzig vernünftige Entscheidung.“ Nichtsdestotrotz freut sich Lindner auf das Training mit seiner Mannschaft, das er noch diese Woche aufnehmen will. „Die Spieler freuen sich riesig, auch wenn wir ganz langsam starten werden.“ Aufgeteilt in drei Neunergruppen steht die Gewöhnung an den Ball im Mittelpunkt. Viel mehr als Passübungen, Flanken und Abschlüsse werde es bis zur nächsten Lockerung der Maßnahmen eh nicht geben. „Auch für mich ist das eine Herausforderung, denn wie dosiert man als Trainer solche Einheiten?“, ist Tobias Lindner selbst gespannt.

Dass die Lockerungen nun endlich erfolgen, findet er richtig. „Wenn man sich an die Vorgaben hält, dann wird das auch klappen. Es ist einfach schön, wenn man sich überhaupt wieder zu Gesicht bekommt.“ Zumal bei der Spvgg. Aidlingen eine tolle Kameradschaft vorherrsche. Kein Wunder, dass das Team auch in der kommenden Runde in genau derselben Kadergröße aufläuft. „Bislang haben wir weder Ab- noch Zugänge.“

Mit Tabellenplatz vier bis zur Unterbrechung der Saison sei der Aufsteiger absolut im Soll. Weniger soll es auch in der nächsten Runde nicht werden. Dann erwartet Tobias Lindner nämlich einen „sehr interessanten Wettkampf“. So leid es ihm für den Spitzenreiter SV Oberjesingen bei einem Abbruch auch tun würde. „Das zweite Mal hintereinander auf diese Weise am Aufstieg zu scheitern, wäre natürlich bitter, aber die nächste Saison verspricht Spannung pur. Kuppingen und Grafenau haben aufgerüstet, dazu dann die Oberjesinger und vielleicht auch wir. Die Kreisliga A2 ist mittlerweile für viele Spieler, die sich bereits höher gezeigt haben, sehr attraktiv geworden.“

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Erstellt:
11. März 2021, 00:00 Uhr
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